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Blogparade: Was ich mit 1 Millionen Euro machen würde

Jochen Mai hat auf Karrierebibel.de zu einer Blogparade aufgerufen. Seine Frage: “Was würden Sie mit einer Millionen Euro machen?” Unter allen Teilnehmern, die bis 27. April 11 Uhr, einen Beitrag zu dem Thema verfassen, verlost er zehn Jahreslose der Deutschen Fernsehlotterie.

Wenn ich in den Medien höre, dass ein Lotto-Gewinner ein oder mehrere Millionen gewonnen hat, spiele ich mein Szenario für den Fall kurz durch:

  • Im ersten Schritt würde ich den Wohnungskredit mit einem Schlag abbezahlen. Egal, was danach passiert, das “Thema” wäre vom Tisch.
  • Die Versuchung wäre natürlich groß, meinen Golf gegen einen Porsche 911 zu tauschen. Denn, Hand aufs Herz: Ich mache mir zwar wenig aus Autos, weil ich damit in erster Linie von A nach B kommen möchte, aber wenn das Geld plötzlich da wäre, wäre der Reiz wohl größer als die Vernunft.

Nach diesen zwei Investitionen würde ich den Rest des Geldes sicher anlegen. Welch Trauerspiel, dass es dafür derzeit kaum Zinsen gibt. Rechnet man mit zwei oder drei Prozent Rendite, wäre das Geld leider kein Ersatz für einen richtigen Job. Zumal man den Gewinn versteuern müsste. Aber gut, der ein oder andere Luxus mehr wäre dann drin. Zum Beispiel eine Tankfüllung für den Porsche. :-) Oder mal wieder eine tolle Kreuzfahrt mit Aida.

Auswandern oder den Job bei RP ONLINE kündigen? Beides für mich keine Option. Denn letztlich reizt es mich mit an der Zukunft des Journalismus zu arbeiten. Und das Haus in Sausolito sowie die Penthouse-Wohnungen in New York und Hamburg wären mit einer Millionen Euro eh nicht zu finanzieren.

OX App Suite: Moderne Oberfläche kann mit Gmail mithalten

Es ist ein Dilemma: GMail hat die wohl modernste und ansprechendste Oberfläche aller Webmail-Dienste. Kein Wunder, dass gefühlt jeder Online-Nerd in Deutschland seien E-Mails damit verwaltet. Die Kehrseite der Medaille ist, dass man seine Daten auf US-Servern speichert und jede E-Mail zwecks einer besseren Werbeplatzierung gescannt wird. Deshalb habe ich mich vor Monaten entschieden, GMail zu verlassen und meine E-Mails bei 1&1 zu speichern. (Zwischenzeitlich bin ich weitergezogen zu DomainFactory!)

Zwei Nachteile machten mir den Wechsel (siehe Blog-Post!) schwer: 1&1 bietet maximal 2 GByte Speicherplatz im Postfach (GMail aktuell 15 GByte) und die Web-Oberfläche von 1&1 erinnert an Netscape 1.0. Basis dieser Mail-Oberfläche ist OpenXchange, das sich als Exchange-Alternative sieht. Mit OX App Suite gibt es längst einen Nachfolger, aber bislang hat 1&1 seine Server nicht aktualisiert. Wie schön zu erfahren, dass NetCologne jetzt vorgeprescht ist und seit wenigen Wochen seinen Kunden OX App Suite-Accounts anbietet. Die Firma OpenXchange hat mich eingeladen, die neue Oberfläche kostenfrei zu testen.

Zwei Screenshots zeigen wohl am besten, wie dramatisch die Verbesserungen an der Oberfläche sind:

Nach dem Einloggen landet man direkt auf dem Portal, das sich mit RSS-Feeds und anderen Widget personalisieren lässt. Feine Sache für User, die iGoogle vermissen und nicht gleich zu Netvibes wechseln wollen.

Die gesamte Oberfläche wirkt sehr modern und auf Wunsch kann man auch Kalender- und Kontakte mit OX App Suite verwalten. Wer bei NetCologne 5,90 Euro im Monat draufzahlt, kann dann auch iPhone und andere Geräte mit seinem OX App-Account synchronisieren. Nebenbei bekommt man in dem “Groupware”-Paket 50 GByte Speicherplatz für seine Daten. In zwei Zwischenstufen lässt sich der Speicherplatz von den kostenfreien 1 GByte auf 5 GByte (1,90 Euro/Monat) bzw. 25 GByte (3,90 Euro/Monat) erweitern.

Zum Vergleich: 1&1 verlangt für einen Exchange-2013-Account mit 25 GByte Speicherplatz und Synchronisation zum Smartphone 9,99 Euro/Monat (in den ersten 12 Monaten 6,99 Euro/Monat).

“Special.T” – die Nespresso-Maschine für Tee

 

Ja, ich war skeptisch als ich im Düsseldorfer Nespresso-Laden an der Kö die Tee-Maschine aus dem Hause Nestlé entdeckte: Tee aus der Maschine soll schmecken? Dann bot mir die Dame einen Pfefferminz-Tee an und was soll ich sagen, das Heißgetränk schmeckte sehr gut. Für mich deutlich besser als der Teebeutel, den ich ab und zu ins heiße Wasser tauchte. Als Nestlé dann vor ein paar Wochen Bestandskunden 50-Euro-Gutscheine für eine Special-T-Maschine schenkte, griff ich zu.

Mit der Special-T hat der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé das Nespresso-Prinzip auf Tee übertragen: Kapsel rein, Knopf drücken und nach wenigen Minuten ist das Getränk fertig. Auch die Nachteile sind gleich: Die Kapseln sind teuer und der Müllberg groß. Und natürlich ist es schon ziemlich verrückt, rund 100 Euro für eine Maschine auszugeben, wo doch ein Wasserkocher um die 20 Euro kostet.

Mich überzeugen Geschmack und Komfort: Habe ich zuvor nur selten Tee gekocht und dann gerne mal den Beutel viel zu lange ziehen lassen, ist Tee kochen mit der Special T super einfach. Und der Tee schmeckt: Ich trinke gerade einen Pfefferminz-Tee, der kräftiger im Geschmack ist als das Pendant von Teekanne. Morgens gibt es Blueberry Muffin, einen aromatisierten Schwarztee.

Das sagen die Anderen

Nicht alle Tester sind von der Special T begeistert. Die Stiftung Warentest schreibt: “Bequem ist der Tee aus der Kapsel ohne Frage. Er schmeckt auch genauso intensiv wie aus einem hoch­wertigen Teebeutel. Aber der Kapseltee kostet mit 37 Cent pro Tasse deutlich mehr als Tee aus dem Beutel oder klassisch aus Teeblättern aufgebrüht. Weitere Nachteile: Es entsteht viel Kapselmüll und der Teetrinker bindet sich an einen einzigen Anbieter.”

Die Schweizer Konsumentenmagazin Saldo hat Tee-Experten und -Laien zu einem großen Teste eingeladen. Das Fazit ist negativ: “Die Jury ist sich nach der Degustation einig: Niemand würde Special-T kaufen. Of- fener Tee sei charaktervoller, individueller, interessanter.” Den kompletten Artikel finden Sie hier als PDF-Datei.

Die erste Box von Outfittery – fast ein Volltreffer

Auf Empfehlung von Oliver Havlat habe ich mich vor zwei Wochen bei Outfittery.de angemeldet. Der Clou dieses Online-Shops ist schnell erklärt: Mann (!) gibt bei der Anmeldung allerlei Informationen über seine Kleidung an (Größe, Lieblingsfarben und -muster sowie Preise) an und vereinbart dann einen Telefontermin mit seiner “Style-Expertin”. Die stellt einem daraufhin eine Box mit Kleidung zusammen und man kann zu Hause entscheiden, was man behält und was man zurückschickt.

Heute kam per DHL in die Packstation die Box mit “meinen” Klamotten. In meinem Fall: Ein Sakko, zwei Hosen, Schuhe und zwei Outfits (Hemd und Pullover) sowie ein Gürtel. Und, was soll ich sagen: Wow! Ok, das Sakko in pink war mir viel zu schrill und wanderte direkt wieder in die Box. Aber die Hosen sehen super aus (passen nur leider nicht, weshalb ich sie jetzt in einer anderen Größe nachbestelle) und eine Hemd-Pullover-Kombination hatte ich fast identisch im Schrank, weshalb sie auch wieder zurückgeht. Schuhe, Gürtel und ein Outfit sind gleich in den Wäschekorb gewandert, um in Kürze in meinen Kleiderschrank einzuziehen.

Und die Preise? Bei der Anmeldung fragt Outfittery nach den Summen, die man bereit ist, für bestimmte Klamotten zu bezahlen. Die Preise können mit dem Handel locker mithalten – aber man spart sich halt Parkgebühr und Benzin.

Kurz: Outfittery.de hat mich überzeugt. Zumal man keine Verpflichtung eingeht: Wenn ich wieder Klamotten brauche, bestelle ich einfach eine Box und das Spiel geht wieder von vorne los.

Wer Outfittery.de nun auch ausprobieren möchte, geht bitte über folgenden Link. Dann bekommen Du und ich einen 20-Euro-Gutschein, sofern Du am Ende für mindestens 100 Euro Klamotten behälst. Deal?

Meine virtuelle Assistentin

“Was bitte ist eine virtuelle Assistentin?” – die Frage höre ich in letzter Zeit immer wieder, wenn ich berichte, dass Ulrike – meine virtuelle Assistentin – E-Mails von Pressekonditionen.de beantwortet und für ich zum Telefon greift. Ich gebe zu, auch ich war ein wenig verwundert, als ich vor ein paar Jahren im Buch “Meconomy” von Markus Albers von virtuellen Assistenten las. Was zunächst verrückt klang, ist in der Praxis super! Ich möchte von meinen Erfahrungen berichten und Tipps geben für die Zusammenarbeit mit einer virtuellen Assistentin.

Was ist eine virtuelle Assistentin?

Virtuell bedeutet, dass die Person nicht im selben Büro sitzt – sondern irgendwo auf der Welt. Dank Telefon, E-Mail und Skype ist das aber kein so großes Problem, wie es im ersten Moment klingt. Und virtuell bedeutet auch, dass die Person in der Regel für mehrere Kunden arbeitet und bei einer Firma engagiert ist, die virtuelle Assistenten vermittelt.

Wer schon einmal versucht hat, einen Studenten legal zu beschäftigen, um Arbeit zu delegieren, hat vermutlich ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich: Der Umgang mit Arbeitsagentur, Minijob-Zentrale und Unfallversicherung frisst nicht nur Geld, sondern auch Zeit – und genau die wollte man ja zu Beginn eigentlich einsparen. Und wenn die Person ausfällt, muss man selbst Ersatz finden.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit?

In der Regel bucht man bei Firmen, die virtuelle Assistentin vermitteln, ein Stundenpaket. Bei der Firma Mein-Virtuellerassistent.com (bei der Ulrike beschäftigt ist) habe ich zum Beispiel zum Start ein Fünf-Studen-Paket für 79 Euro per Paypal gebucht. Innerhalb eines Tages stellte sich Ulrike bei mir vor und ich konnte meine erste Aufgabe – das Abtelefonieren von rund 200 Firmen, die noch nicht auf die jährliche Bitte um Bestätigung ihres Rabatteintrages bei Pressekonditionen.de reagiert hatten – delegieren. Pro Telefonat hatte Firmenchef Luis Miranda fünf Minuten geschätzt, die ganze Aktion sollte also in rund 17 Stunden zu schaffen sein.

Inzwischen beantwortet Ulrike zweimal in der Woche die E-Mails im Pressekonditionen.de-Posteingang, aktualisiert selbstständig Rabatteinträge und ruft Firmen an, die nicht auf E-Mails reagieren oder um Rückruf gebeten haben. Ihre Arbeit habe ich zumindest am Anfang sehr genau im Blick behalten, um hier und da Tipps zu geben. Die Qualität der Arbeit und die gezielten Rückfragen zu Details, die ich noch nicht erklärt hatte, haben mich aber von Anfang an begeistert. Auch so ein Vorteil der virtuellen Assistentin: Die vermittelnden Firmen schulen ihre Mitarbeiter und sichern so eine hohe Qualität der Arbeit.

Ich konzentriere mich darauf, die E-Mails zu beantworten, die sie noch nicht beantworten kann (und deshalb in einen Ordner meines Postfaches legt) – und betreue die Werbekunden von Pressekonditionen.de persönlich.

Was gilt es zu beachten?

Reden, reden, reden! Gerade in der ersten Zeit sollte man regelmäßig mit der virtuellen Assistentin telefonieren und das “Big Picture” erklären: Was ist das Ziel meiner Firma und was ist mir besonders wichtig? Auch sollte man für die zu delegierenden Aufgaben ein Handbuch erstellen, das möglichst viele Fragen beantwortet. Gerade zu Beginn wird es viele Rückfragen und Unklarheiten geben, die man schnell beantworten sollte. Ein weiteres Learning: Telefonieren ist besser als mailen. Als ich vor drei Jahren einen virtuellen Assistenten bei der Firma GetFriday in Indien hatte, habe ich viele Stunden damit verbracht, Powerpoint-Präsentationen zu basteln, um die Aufgaben Schritt für Schritt zu erklären. Letztlich der falsche Weg, denn ein Telefon führt schneller zum Ziel. Dank Skype kann man schnell mal den eigenen Bildschirm übertragen, um die einzelnen Arbeitsschritte zu erklären.

Idealweise hat man zu Beginn eine Aufgabe, die sich oft wiederholt und schon sehr stark automatisiert ist. In meinem Fall nutze ich zum Beispiel seit  Jahren Textbausteine, um E-Mails der Rabatt-Anbieter schneller zu beantworten. Das hilft natürlich auch der virtuellen Assistentin, Anfragen schnell zu beantworten. Zu dem Zweck habe ich Ulrike gebeten, die selbe E-Mail-Software (in meinem Fall Postbox) zu benutzen und das Plugin Quicktext zu installieren.

Als ich im Jahre 2010 die Firma GetFriday engagierte, habe ich schnell eine Sache gelernt: Wenn Arbeitszeit plötzlich Geld kostet, findet man hier und da viele Aufgaben, die man bis dato selbst erledigt hat – und die sich mit geringem Aufwand noch weiter automatisieren lassen. Viele Aufgaben bei Pressekonditionen.de habe ich seither weiter automatisiert und so läuft das jährliche Überprüfen der rund 1100 Rabattanbieter inzwischen mit nur wenigen Klicks, weil die Firmen jetzt über ein Formular bestätigen, dass ihr Rabatt weiterhin korrekt ist – statt eine E-Mail zu schreiben, die dann von einer Person bearbeitet werden muss.

Brauche ich eine virtuelle Assistentin?

Viele werden diese Frage zunächst sicher mit Nein beantworten. Für Privatpersonen mag das stimmen, aber vor allem Selbstständige und Freiberufler dürften schnell Aufgaben entdecken, die sie nicht zwingend selbst erledigen müssen: Termine vereinbaren, E-Mails beantworten, Telefonate erledigen, Rechnungen schreiben und so weiter – die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Aber auch Privatpersonen können Aufgaben delegieren und so mehr Freizeit haben.

Wer das Angebot der Firma mein-virtuellerassistent.com ausprobieren möchte, bekommt mit dem Gutschein-Code MVAG2131634 eine Stunde geschenkt. Ich erhalte im Gegenzug zwei Stunden geschenkt.