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Siri, ich möchte mich nicht selbst auf dem iPhone anrufen

Ein alltäglicher Dialog mit meinem iPhone 5 auf der Heimfahrt:

  • Ich: “Nina Brinkmann Privat anrufen”
  • Siri: “Ich habe keine Privatnummer für Sebastian Brinkmann. Möchtest Du stattdessen die Handynummer …. wählen?”
  • Ich: “Nein”
  • Siri: “Wen möchtest Du anrufen?”

Ok, ich könnte verstehen, wenn Siri zwischen “Nina Brinkmann” und “Sebastian Brinkmann” nicht unterscheiden könnte, aber welchen Sinn würde es machen, mich selbst auf dem iPhone anzurufen? Nichts anderes bietet mir Siri aber gebetsmühlenartig an. Und sage ich stattdessen “Wähle Nina Brinkmann Privat” erhalte ich die Rückfrage: “Wen möchtest Du anrufen?”

Langsam verstehe ich, warum Apple Siri weiterhin mit einem Beta-Hinweis schmückt. Bleibt die Hoffnung, dass die Langzeitspeicherung aller Siri-Nachrichten irgendwann dazu führt, dass Apple diesen Denkfehler seines Systems ausmerzt.

Praktisches Gadget: Dreifach-Steckdose mit USB-Anschluss für den Schreibtisch

Wer keine Lust hat, jedes Mal unter den Schreibtisch zu krabbeln sollte sich die Mehrfachsteckdose mit USB-Anschluss von Allocacoc (Affiliate-Link von Amazon.de) zulegen: Der praktische Würfel wird mit Doppelklebeband (im Lieferumfang enthalten, hält bombenfest!) auf den Schreibtisch geklebt und bietet künftig drei Steckdosen und einen USB-Anschluss, um Smartphones und Tablets direkt zu laden. Funktioniert super mit iPad3, iPhone5 und Google Nexus.

Allocacoc PowerCube extended usb: Drei Steckdosen und ein USB-Port für den Schreibtisch

Allocacoc PowerCube extended usb: Drei Steckdosen und ein USB-Port für den Schreibtisch

Mit dem 1,5 Meter langen Kabel wird der Würfel mit der nächsten Steckdose verbunden und liefert fortan Strom für alle Spielsachen auf dem Schreibtisch.  Wer auf dem Schreibtisch keinen USB-Anschluss braucht, kann den Würfel auch mit vier statt drei Stockdosen kaufen.

Ich benutze den Würfel seit vier Wochen und möchte ihn nicht mehr missen. Hier und da habe ich lediglich eine zweite USB-Buchse vermisst, um gleich parallel zwei Geräte aufzuladen. Aber gut, dafür gibt es ja die Steckdosen. Auch eine LAN-Buchse wäre ab und an sehr praktisch, aber die braucht man doch deutlich seltener als Strom.

Fritzbox zählt Telekom-Entertain-Traffic offenbar nicht

Die Berichte, wonach die Telekom bei ihren DSL-Flatrates eine Volumendrosselung einführen möchte, haben mich hellhörig gemacht: Wie viel Traffic verursache ich eigentlich pro Monat – und wird der IP-TV-Traffic von Entertain von meiner Fritzbox 7390 erfasst? Die Fritzbox zeigt in einer Tabelle übersichtlich an, wie viel Traffic über die eigene Leitung geht. Bei mir waren es im März rund 140 GByte im Monat, wobei 80 GByte Upload-Traffic zu Strato HiDrive und S3 war. Und was ist nun mit dem Entertain-Traffic, immerhin gucken wir HD-TV und nehmen teilweise parallel zwei Sendungen auf.

Eine Anfrage bei @telekom_hilft liefert keine klare Antwort:

Die Antwort von AVM hilft leider auch nicht wirklich:

Das ist so jedoch nicht eindeutig von uns zu klären. Der Online-Zähler erfasst im Datenvolumen nur das Datenaufkommen der Internetverbindung. Beim Internetfernsehen gibt es Übertragungsweisen, die eine separate IP-Verbindung verwenden und solche, die die Internet-IP-Verbindung mitbenutzen. Internetfernsehen, das per Multicast gesendet wird, wie beispielsweise IPTV, verwendet eine eigene IP-Verbindung und wird somit vom Online-Zähler nicht erfasst. Video-on-Demand wird im Gegensatz dazu über die Internet-IP-Verbindung übertragen und wird im Online-Zähler mitgezählt.

Da die Fritzbox den IPTV-Traffic eindeutig im Online-Monitor anzeigt, gehe ich zunächst davon aus, dass auch das Volumen erfasst wird.
Online-Monitor der Fritzbox 7390 zeigt IPTV-Traffic an

Online-Monitor der Fritzbox 7390 zeigt IPTV-Traffic an

 

AVM berichtet auf eine erneute Anfrage, dass kein Zusammenhang zwischen dem Online-Monitor und dem Online-Zähler besteht:

Hier wird doch nur die Geschwindigkeit gemessen. Die steht erstmal so nicht mit dem Online Zähler in direkter Verbindung.

Also hilft nur ausprobieren: Ich starte parallel zwei HD-Aufnahmen und beobachte, wie sich der Online-Zähler entwickelt. Der Online-Monitor zeigt rund 22 MBit/s Download-Stream – aber der Online-Zähler bewegt sich nicht. Offenbar zählt die Fritzbox den IPTV-Traffic von Entertain nicht.

Bleibt die spannende Frage, wie die Telekom – sollte sie die Volumendrosselung für VDSL-Anschlüsse wirklich einführen – mit Traffic zu ihrer Konzerntochter Strato umgeht. Auf der einen Seite würde Strato sicher darunter leiden, wenn der Traffic zu HiDrive  berechnet würde. Auf der anderen Seite würde die Telekom dann die Netzneutralität aufgeben.

Meine Backup-Strategie mit Synology NAS, Arq, Amazon S3 und HiDrive

Ich gebe zu: Beim Thema Backups bin ich paranoid! Fotos, private Videos und Dokumente dürfen unter keinen Umständen verloren gehen, weil sie für mich persönlich unersetzlich sind. Deshalb habe ich über die Jahre meine Backup-Strategie immer wieder verfeinert und darauf geachtet, dass die Daten sicher und vollautomatisch (!) gesichert werden.

Lokale Datensicherung: Time Machine und Time Backup

Um gegen das versehentliche Löschen von Dateien geschützt zu sein, sichere ich mein MacBook Air mit TimeMachine. Lange Zeit nutzte ich hierfür eine 2 TByte USB-Festplatte von Western Digital. Damit waren Sicherungen aber leider nur möglich, wenn das Notebook auf dem Schreibtisch stand und mit der Festplatte verbunden war. Deshalb sichere ich die Daten nun per TimeMachine auf das Synology NAS 213+, per LAN oder WLAN.

Auf dem NAS (mit zwei 3 TByte-Festplatten, die gespiegelt werden!) lagern ältere Fotos und Videos, die ich nebenbei für Freunde zum Abruf bereitstelle. Für die lokale Datensicherung der NAS-Daten nutze ich das Synology-Paket “Time Backup”, welches von Time Machine “inspiriert” wurde. Für die Backups hängt am NAS die externe 2 TByte-Festplatte, die ich nicht mehr für TimeMachine benutze.

Auf diese Weise sind die Daten zu Hause auf mindestens drei Festplatten (lokal im Rechner und auf dem NAS bzw. auf dem NAS und auf der externen Festplatte des NAS) gesichert und im Ernstfall könnte ich die Daten aus den stündlichen Backups zurückholen.

Entfernte Datensicherung: Arq, S3 und HiDrive

Als vor ein paar Jahren bei einem Kollegen eingebrochen wurde und die Diebe Notebook sowie Backup-Festplatte mitnahmen, habe ich angefangen, meine Daten auch außerhalb der eigenen vier Wände zu sichern. Zunächst mit Mozy, weil die EMC-Tochter Privatkunden für 5 US-Dollar/Monat unbegrenzten Speicherplatz anbot. Als Mozy den Speicherplatz auf 50 GByte begrenzte, bin ich zu Amazon S3 gewechselt. Dort kostet 1 GByte 0,095 US-Dollar/Monat, so dass man 100 GByte für rund 10 US-Dollar sichern kann. Die eigentliche Datensicherung übernimmt die Mac-Software Arq, die einmalig 30 US-Dollar kostet und stündlich die Änderungen zu S3 sichert. Da der Speicher bei Amazon teuer ist, nutze ich Arq und S3 nur für Dokumente und die wichtigsten Fotos. (Arq unterstützt auch Glacier, wo 1 GByte nur 1 US-Cent/Monat kostet!)

Das Synology NAS unterstützt eine Datensicherung zu S3, Glacier und HiDrive, wobei sich HiDrive aus drei Gründen als die beste Lösung herauskristallisiert hat:

  1. Die Strato-Server stehen in Deutschland, weshalb die Daten dem deutschen Datenschutz unterliegen.
  2. Die Verbindung zu den Servern in Berlin ist sehr schnell. Bei meinem VDSL50-Anschluss kann ich die volle Bandbreite von 10 Mbit/s Upload ausschöpfen.
  3. HiDrive erlaubt einen einfachen Zugriff per FTP und die Daten liegen in der selben Verzeichnisstruktur auf dem HiDrive-Laufwerk wie auf dem lokalen NAS. Im Ernstfall müsste ich mich nicht mit proprietären  Datei-Formaten herumschlagen. Letzteren Vorteil bieten S3 und Glacier nicht – und dort nervte mich der extrem langsame Datei-Upload und die zumindest bei Glacier kaum verständliche Kalkulation der Kosten für den Download der Daten. HiDrive kostet 10 Euro/Monat für 250 GByte, aber dafür ist der Traffic komplett enthalten.

Kosten

Für die lokale Datensicherung nutze ich ein Synology NAS, welches in der Version 213+ inklusive WD-Red-Festplatten (für den NAS-Einsatz konzipiert!) rund 600 Euro kostet. An diesem System hängt eine externe Festplatte, die schon vorhanden war. Die Sicherung bei Amazon kostet mich rund 5 US-Dollar / Monat, weil nur rund 20 GByte gesichert werden und die Backups nur wenige Wochen in die Vergangenheit reichen. Der 250-GByte-Account bei HiDrive kostet 10 Euro/Monat, weil ich im Rahmen einer Aktion die ersten 12 Monate nicht bezahlen muss. Macht also 5 Euro/Monat über 24 Monate. Die entfernte Datensicherung kostet demnach zusammen rund 10 Euro/Monat.

Wer es günstiger mag und nicht gleich ein NAS anschaffen möchte, kann mittels Arq Daten auch zu S3 und Glacier (je nach Anspruch an die Verfügbarkeit) sichern. Alternativ bietet sich eine externe Festplatte an, die man regelmäßig an den Computer anschließen und sie dann bei Freunden oder in einem Bankschließfach deponiert. Diese Lösung hat allerdings den Nachteil, dass sie nicht automatisch funktioniert.

Google zerstört das Vertrauen der Nerds

Vor ein paar Jahren sagte mir ein Google-Mitarbeiter: “Wir leben vom Vertrauen unserer User, denn wir haben keine langfristigen Verträge, die sie an uns bindet.” Wenn diese Linie weiterhin Gültigkeit hat, dann hat Google am vergangenen Donnerstag einen großen Fehler gemacht: Mit der Einstellung von Google Reader zum 1. Juli zerstört Google das Vertrauen der Nerds in das “freundliche” Unternehmen aus Mountain View. Und Google signalisiert damit auch, dass man offene Standards nicht länger unterstützt, sondern lieber geschlossene Plattformen wie Google Plus fördert. Denn Google hat nicht nur das Ende des Google Readers verkündet, sondern auch gleich das Chrome-Plugin zum einfachen Abonnieren von RSS-Feeds gelöscht. Damit sagt man dem RSS-Standard adieu, denn auch der Dienst Feedburner vegetiert seit Jahren vor sich hin.

iGoogle, Tweetdeck und jetzt Google Reader

Der Guardian wirft Google in einem sehr lesenswerten Beitrag vor, nur die absolute Zahl der Google-Reader-Nutzer betrachtet zu haben und nicht deren Wert für das  Unternehmen. Denn Hand aufs Herz: RSS-Feeds sind etwas für Nerds, die vor vielen Jahren die neue Suchmaschine mit dem lustigen Namen für sich entdeckten und zu den ersten Twitter- und Dropbox-Nutzern zählten. Sie leben in der Cloud und organisieren ihr (digitales) Leben mit Tools, die ihnen Firmen wie Google an die Hand geben.

Für diese Nerds ist die Abschaltung des Google Readers nur eine weitere Hiobsbotschaft: Als vor einem Jahr das Ende von iGoogle verkündet wurde, hielt sich der Aufschrei noch in Grenzen. Schlimmer war der Aufschrei als Twitter nach der Übernahme von Tweetdeck das Profi-Twitter-Tool erst kastrierte und dann kürzlich das Ende von Tweetdeck für Android und iOS verkündete. Ähnlich wie Google möchte Twitter sein Eco-System vollständig kontrollieren und den Nutzer eine geschlossene Plattform bieten.

Wie lange unterstützt GMail noch IMAP?

Und die Nerds fragen sich, wann Google weitere Dienste einschränkt, ohne die sie heute kaum leben könnten: Was ist mit GMail? Auch hier hat Google mit dem Kauf (und dem damit einhergehenden Entwicklungsstopp) von Sparrow gezeigt, dass man die “Welt” kontrollieren möchte. Wird demnächst der Zugang auf die eigenen GMail-Apps beschränkt und offene Standards wie IMAP nicht mehr unterstützt? Das Ende von Google Talk hat das Unternehmen bereits angekündigt und will künftig voll auf Hangout zu setzen. Adieu offener Jabber/XMPP-Standard.

Es lebe die Unabhängigkeit

Und jetzt? Mich hat die Ankündigung von Google Reader wachgerüttelt und ich habe mich für Fever als Nachfolger entschieden. Fever kostet zwar 30 US-Dollar, aber dafür läuft das Tool auf meinem Web-Server. Auf diese Weise bin ich in Puncto RSS-Feed-Reader künftig nicht mehr abhängig von einem großen Internet-Konzern. Ähnlich habe ich es auch bei Dropbox gemacht: Meine Daten synchronisiere ich seit ein paar Wochen über ein Synology-NAS, das in meinen eigenen vier Wänden steht. Nur die Alternative zu GMail habe ich noch nicht gefunden? Da ich die Web-Oberfläche so gut wie nicht nutze und die iOS-App wieder gelöscht habe, würde mir ein IMAP-Postfach mit ordentlich Speicherplatz ja genügen.

Synology CloudStation: Auf bestem Wege zur Dropbox-Alternative

Dropbox ist ein Dienst, den man nach dem ersten Ausprobieren nicht mehr missen möchte: Noch nie war das Austauschen von Dateien so einfach und so bequem. Kein Wunder, dass inzwischen 100 Millionen Menschen weltweit Dropbox benutzen und pro Tag (!) eine Milliarde Dateien hochladen (Quelle: http://www.technobuffalo.com/). Zwei Nachteile hat Dropbox: Die Dateien werden aus US-Servern von Amazon gespeichert, was das Hoch- und Herunterladen aus Europa verlangsamt und ein mulmiges Gefühl gibt. Und wer mehr als 2 GByte Speichern möchte, muss entweder zahlen oder neue Nutzer werben, um so auf maximal 18 GByte zu kommen. Zwei Gründe, sich ein NAS von Synology zu kaufen, um “CloudStation” als Dropbox-Alternative zu nutzen. Aber leider ist CloudStation noch keine perfekte Dropbox-Alternative.

Die Nutzung ist umständlich

Einer der Vorteil von Dropbox ist die einfache Bedienung: Per Web-Oberfläche wird ein Ordner für ein oder mehrere Personen freigegeben – und diese per E-Mail darüber informiert. Binnen Minuten kann der Datei-Austausch beginnen. Die CloudStation hat keine eigene Web-Oberfläche, daher muss das Einrichten neuer Nutzer und die Freigabe von Ordnern über die Admin-Oberfläche des NAS erfolgen. Und das ist umständlich: Ein neuer Nutzer wird in der Benutzerverwaltung angelegt, dann wird in der Verwaltung für “Gemeinsame Ordner” ein Ordner angelegt und dann in der CloudStation-Funktion dieser Ordner für bestimmte Nutzer freigegeben. Erst dann bekommt der neue Nutzer einen Hinweis, wonach ein neuer Ordner mit ihm geteilt wird. Ok, das macht man in der Regel nur einmal, aber bequem ist anders.

Was nervt ist der Umgang mit Unterordnern: Statt wie bei Dropbox ein Root-Verzeichnis zu haben, unter dem alle weiteren Dropbox-Ordner angezeigt werden, muss man mit CloudStation zwischen den einzelnen Ordnern hin und her wechseln.

Synology CloudStation: Umständlicher Wechsel zwischen den Ordnern

Synology CloudStation: Umständlicher Wechsel zwischen den Ordnern

Die iOS-App DS Cloud hat Synology jetzt immerhin verbessert: Musste man vorher jeden Unterordner der CloudStation-Ordner einzeln (!) für die Synchronisation auswählen, kann man mit dem neuesten Update Unterverzeichnisse pauschal für die Synchronisation freischalten. Geht doch. :-)

Wer schnell eine Datei mit einen Freund teilen möchte, kann in Dropbox auf Knopfdruck (auch innerhalb des Mac-Finders) eine URL generieren und diese zum Beispiel per Mail oder Chat verschicken. Noch einfacher ist das Verteilen von Dateien mit CloudApp: Datei auf das Icon in der Menüzeile ziehen, schon wird die Datei hochgeladen und der Download-Link in die Zwischenablage kopiert. Synology generiert auf Wunsch einen Download-Link – aber nicht in der CloudStation: Die FileStation (Teil der Admin-Oberfläche des NAS) oder die DS File-App für iOS generiert auf Wunsch einen Download-Link. Es bleibt zu hoffen, dass Synology die CloudStation um diese nützliche Funktion erweitert. Merkwürdig, dass die iOS-App “DS Cloud” Dateien auf Wunsch direkt per E-Mail verschickt statt einen Download-Link zu generieren.

Foto-Sharing besser als bei Dropbox

Gut gelöst ist dafür die Foto-Galerie-Funktion von Synology: Diese nennt sich PhotoStation und ist mit Dropbox gut vergleichbar. Großer Vorteil der Synology-Alternative ist die Möglichkeit, Bilder-Galerien mit einem Kennwort zu schützen oder sogar nur ausgewählten Nutzern freizuschalten. Eine Funktion, die ich in Dropbox vermisse. Dort kann man bisher nur einen nicht-öffentlichen Link generieren.

Das Hochladen der Bilder erfolgt wahlweise über eine Web-Oberfläche, über einen direkten Zugriff auf das NAS (deutlich schneller!) oder ein eigenes Upload-Programm, welches auch gleich das Generieren der Thumbnails übernimmt. Letzteres dauert vor allem bei schwächeren DiskStations sehr lange.

Synchronisation ist langsam

Merkwürdig ist, dass die Synchronisation zwischen Mac und DiskStation auch innerhalb des heimischen LAN langsam wirkt. Hat man einen Ordern freigegeben, dauert es rund eine Minute, bis die ersten Dateien einlaufen. Diesen Eindruck verstärkt sich vielleicht auch dadurch, dass die Mac-App einen zwar wissen lässt, dass sie aktuell Dateien synchronisiert – aber keinen Fortschritt vermeldet, wie es Dropbox tut.

Fazit

Synology hat mit CloudStation eine gute Basis gelegt, um Dropbox Konkurrenz zu machen. Derzeit fehlt aber noch eine Web-Oberfläche und die Bedienung muss dringend verbessert werden. Wenn man den Funktionsumfang des Synology-NAS-Betriebssystems betrachtet, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis ich Dropbox komplett löschen kann.

Berufsberatung an meiner Ex-Schule: Twitter und der eigene Blog sind quasi Standard

Sollte man jungen Leuten raten, in den Journalismus einzusteigen – wo doch alle von der Medienkrise sprechen und einige den Tod der klassischen Medien voraussehen? Die Frage habe ich mir am Freitag gestellt, als ich nachmittags in meine Ex-Schule fuhr, um künftigen Abiturienten Fragen rund um den Beruf des  Journalisten zu erklären. Und ist “Was mit Medien” immer noch ein Berufswunsch?

Welch positive Überraschung

Mehr als zehn Schülerinnern (wo waren die Jungs?) saßen an meinem Tisch und ich hörte mit Freude, dass Twitter, der eigene Blog und der Aufenthalt im Ausland schon fast zum Standard gehören.  Und natürlich waren einige schon bei der Schülerzeitung aktiv – oder basteln zumindest an der Abi-Zeitung. Neben den klassischen Fragen nach dem richtigen Einstieg (“Geh in eine Lokalredaktion” und “Probier alles aus: Print, Radio, TV und Online”) kamen auch zaghafte Nachfragen nach dem Gehalt und nach der Zukunftssicherheit – immer mit dem Einstieg “Meine Eltern …”. Die Frage nach dem Gehalt ist sicher berechtigt und so mancher entdeckt erst im Volo die Tarif-Tabelle des DJV, in der sich – zumindest für die Tarifgebundenen Verlage – genau die Gehaltssteigerungen ablesen lassen. Auch habe ich nicht verschwiegen, dass vor allem junge Journalisten von diesen Gehältern nur träumen können, weil sie als Pauschalist oder freier Journalist mit schlecht bezahlten Auftraggebern leben müssen.

Welche Vorbilder nennt man heute? Zu meiner Zeit hat man davon geträumt, für Die Zeit oder die FAZ zu schreiben, am Freitag habe ich den Schülerinnen empfohlen, sich eher an Leuten wie Richard Gutjahr zu orientieren. Und ich habe ihnen ans Herz gelegt, sich auch außerhalb der Redaktionen in eine Medienhaus umzuschauen und dort Themen wie Suchmaschinenoptimierung, Programmierung und Projektmanagement zu erlernen. Wer das früh versteht, muss sich keine Sorgen machen.

Synology-Backup auf HiDrive – weil Glacier viel zu langsam ist

Kürzlich habe ich ein Synology-NAS (genau: 213+) gekauft und meinen ersten Eindruck geschildert. Ein damals noch offener Schritt war die Einrichtung eines externen Backups – für den Worst Case. Bisher habe ich meine Daten lokal mittels Arq bei Amazon S3 bzw. Glacier (je nach Aktualität der Daten) gesichert und dies wollte ich auch mit dem NAS machen. Synology unterstützt von Haus aus S3 und nun auch Glacier, aber der Download gerade in den Gletscher ist unterirdisch langsam – auch nach Stunden waren nur wenige MByte hochgeladen und das trotz 10 MBit/s Upload. Weil CPU und RAM des NAS nicht am Limit arbeiten, tippe ich auf ein Problem innerhalb der Glacier-Backup-App. Das hat Synology inzwischen auch offiziell bestätigt.

Die Telekom-Tochter Strato bietet unter dem Namen HiDrive eine Alternative, die zwar deutlich teurer ist als Glacier – aber dafür mit voller Bandbreite Daten entgegennimmt und von einer eigenen HiDrive-App für Synology unterstützt wird. 100 GByte Speicherplatz kosten 5 Euro im Monat, 250 GByte 10 Euro und 500 GByte 15 Euro. Die Accounts mit 100 und 250 GByte lassen sich 30 Tage kostenfrei testen und sind dann im ersten Jahr kostenfrei. Kurzum: 250 GByte Speicherplatz für zwei Jahre kosten 120 Euro. Zum Vergleich: Glacier würde 66 US-Dollar kosten.

Weiterer Vorteil von Strato HiDrive: Die Daten lagern in Berlin und unterliegen damit dem deutschen Datenschutz

Weiterer Vorteil von Strato HiDrive: Die Daten lagern in einem Rechenzentrum in Berlin und unterliegen damit dem deutschen Datenschutz. Quelle: Strato

Ein weiterer Vorteil von HiDrive im Vergleich zu Glacier: Der Traffic ist in beide Richtungen umsonst! Das ist aus meiner Sicht eine Gefahr bei Amazon Glacier: Die Speicherung ist super günstig, aber das Zurückspielen der Daten wird nach Download-Geschwindigkeit berechnet – was alles andere als transparent ist. Zudem muss der Download erst angefordert werden und beginnt bis zu fünf Stunden später. Löscht man Daten im Gletscher bevor sie dort 90 Tage lagerten, berechnet Amazon auch Geld. Alles sehr intransparent.

Erster Eindruck der Synology DS 213+

Dropbox-Ersatz, Video-Streaming auf Apple TV, Foto-Sharing mit Freunden und Familie, automatische Backups zu Amazon S3/Glacier – meine Wunschliste für eine Netzwerkfestplatte waren lang. Letztlich wurde es eine Synology DS213+ mit zwei 3 TByte RED-Festplatten von Western Digital. Die Platten sind speziell für NAS-Systeme entwickelt und kosten aktuell rund 140 Euro bei Amazon.

Installation

Die Installation war super einfach: Festplatten auf die Träger schrauben (Schrauben werden mitgeliefert), das System mit dem Router verbinden und einschalten. Über den Web-Browser (ich hasse es, wenn ich erstmal Software installieren soll!) ging es weiter: Betriebssystem DS 4.1 herunterladen, Festplatten einrichten (Raid 1) und nach wenigen Minuten hatte ich eine sehr benutzerfreundliche Bedienoberfläche vor mir: “Sieht ja aus wie ein Computer”, meinte meine Frau.

Praktisch: Sofort nach der Einrichtung der Festplatten ist das System nutzbar. Im Hintergrund werden die Festplatten dann überprüft (was in meinem Fall rund zwölf Stunden dauern sollte). In dieser Zeit – so informiert Synology – ist die Nutzung des Systems eventuell langsamer als sonst – aber nicht blockiert.

Dropbox heißt jetzt Cloudstation

Dropbox ist genial: Nie war es einfacher, Dateien an Freunde oder Arbeitskollegen zu verteilen oder auf mehreren Computern/Tablets/Smartphones mit den selben Daten zu arbeiten. Nachteil: Da Dropbox seine Server bei Amazon in den USA stehen hat, sind Up- und Download aus Europa langsam. Und es bleibt immer ein ungutes Gefühl beim Thema Datensicherheit/Datenschutz.

Synologys Antwort heißt “CloudStation” und ist gut – aber leider nicht genial! Wie bei Dropbox gibt es Clients für Windows und Mac sowie iPhone/iPad sowie Android. Mit dem neuen Synology Betriebssystem DSM 4.2 kann man zwar mehr als zwei Ordner mit mehreren Benutzern teilen – nur leider ist die Bedienung alles andere als einfach. Während man bei Dropbox einfach einen Unterordner des eigenen Accounts freigeben kann – muss man bei Synology erstmal einen separaten “Gemeinsamen Ordner” inklusive Benutzerrechten einrichten und dann in Cloudstation freigeben. Jeden Ordner zeigt die CloudStation-App separat an. Im Mac-Finder wird deshalb zum Beispiel nur der eigene Ordner – aber nicht die “Gemeinschaftsordner” angezeigt. Das erschwert die Bedienung. Der Mac-Client informiert zudem leider nicht darüber, wie lange das Synchronisieren der Daten noch dauern soll. Auch so ein Detail, an dem Synology arbeiten sollte. An diesem recht neuen Feature muss Synology also weiter arbeiten.

Video-Streaming auf Apple TV

Bislang hatte ich rund 400 GByte Videos (aufgenommen per EyeTV und DVB-T) auf einer externen Festplatte, die von iTunes verwaltet wurde. Das war sehr oft unpraktisch, weil ich deshalb iTunes auf meinem MacBook Air nur nutzen konnte, wenn das Gerät an der externen Festplatte hing. Und Filme gucken setzte wiederum voraus, dass das MacBook eingeschaltet und auf dem Schreibtisch stand.

Zwar bietet inzwischen fast jedes NAS auch einen iTunes-Server, aber die Lösung überzeugte mich nicht, weil sie unter anderem kein Streaming auf AppleTV erlaubten (Apple blockiert dies!).  Entsprechend hellhörig wurde ich, als Giga das neue Synology-Betriebssystem DSM 4.2 ankündigte. Machen wir es kurz: Meine Videos können künftig außerhalb von iTunes lagern und per DS Video-App (auf iPhone/iPad) verwaltet und auf Apple TV gestreamt werden. Damit reduziert sich meine iTunes-Bibliothek auf wenige GByte – und die passen auf die lokale MacBook-SSD. Super!

Foto-Sharing mit Freunden/Familie

War das früher umständlich: Fotos verkleinern, dann mit einer zweiten Software spartanische HTML-Seiten herumstricken und mit einer dritten Software per FTP auf einen Server hochladen. Dropbox setzt auch hier Maßstäbe: Einfach die Bilder in einen Unterordner von “Photos” hochladen und Link mit Freunden teilen – schon entsteht eine schicke Gallerie und Freunde können sich die Fotos auf Wunsch auch ganz einfach in voller Auflösung herunterladen. Fein! Aber auch hier hat Dropbox Nachteile: Die Foto-Galerien lassen sich nicht mit einem Kennwort schützen. Wer den Link kennt, kann die Bilder abrufen. Ferner dauert auch hier das Hochladen größerer Datenmengen lange.

Synology bietet hierfür seine “Photo Station”. Einfach Fotos hochladen, Benutzer einrichten und Zugriff auf die Ordner gewähren, fertig. Das Hochladen dauert nur Sekunden – und das NAS beginnt so dann mit der Erstellung von Thumbnails.

Und wo ist der Haken?

Keine Frage: Synology baut tolle Netzwerkfestplatten, die sich sehr einfach installieren lassen und nahezu unbegrenzte Funktionen bereitstellen. Der große Funktionsumfang ist aber auch ein Nachteil: Bevor zum Beispiel der Zugriff von außen auf CloudStation und Photo Station funktioniert, muss ein “Loch” in die Firewall des Routers gebohrt und die Firewall der Synology entsprechend konfiguriert werden. Während der erste Punkt recht einfach per UPnP möglich ist, wundert es schon ein wenig, warum Synology die eigene Firewall nicht automatisch entsprechend konfiguriert.

Blöd ist auch, dass jeder gemeinsame Ordner ein weiteres Icon auf dem Mac-Desktop hinterlässt. Hier wäre ein zentrales Icon für alle “Unterordnet” sehr viel praktischer. Aber vielleicht finde ich diese Option ja auch noch.

Demnächst teste ich noch TimeMachine und das Backup zu Amazon S3/Glacier. Fortsetzung folgt.

Omnifocus nimmt Todos per E-Mail an

Omnifocus ist ein fantastisches Getting-Things-Done-Tool, ohne das ich nicht mehr arbeiten könnte: Alles, was erledigt werden muss, wird in das Tool eingetippt und dann nach Kontext (“Oliver” oder auch “Schreibtisch”) und nach Fälligkeitsdatum sortiert angezeigt. Das Programm gibt es für Mac, iPhone und iPad – aber leider nicht im Web und auch nicht als Android-App. Letzteres ist für mich besonders misslich, weil ich beruflich ein Google Nexus verwende.

Nun erfahre ich durch Zufall, dass der Omni-Sync-Server – der die Todos zwischen Mac, iPhone und iPad ständig syncron hält – auf Wunsch eine E-Mail-Adresse einrichtet und dann Todos per E-Mail annimmt. Klingt banal, ist für mich aber eine tolle Sache. Künftig kann ich per E-Mail von meinem Android-Telefon Todos in meine Inbox schicken und muss nicht weiter E-Mails an mich selbst schicken, die ich später – wenn ich wieder am Mac sitze – in Omnifocus übernehme. Auf Wunsch lassen sich mehrere E-Mail-Adressen einrichten, damit zum Beispiel Kollegen einem direkt Todos schicken können.

Die Einrichtung ist kinderleicht: Einfach unter https://manage.sync.omnigroup.com einloggen und auf der Profil-Seite eine E-Mail-Adresse einrichten.

Profil-Seite des Omnisync-Servers

Profil-Seite des Omnisync-Servers

Nebenbei: Die Nutzung von Omni-Sync ist kostenfrei!