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Artikel aus der Kategorie ‘Allgemein’

Eine Flasche Volvic Apfel deckt fast den Zucker-Tagesbedarf

Der Mensch soll viel trinken, mindestens zwei Liter am Tag – sagen Ärzte. Und ich habe – bis gestern – gerne Volvic Apfel getrunken. Das Getränk schmeckt, auch warm, erfrischend und nicht so fad wie reines Volvic-Wasser. Nebenbei gibt es viele andere Geschmacksrichtungen und Volvic wirbt auf seinen Flaschen damit, der Geschmack mache das Trinken viel leichter.

Nährwerttabelle für Volvic Apfel

Nährwerttabelle für Volvic Apfel. Quelle: Volvic.de

 

Dann habe ich die Spiegel-TV-Sendung vom 23. Dezember 2012 (online hier zu finden) zum Thema Zucker gesehen und mir den Zucker-Gehalt meines Lieblingsgetränks einmal genauer angeschaut: 3 Gramm Zucker (entspricht einem Würfelzucker) stecken in 100 Milliliter. Wer eine ganze Flasche trinkt, nimmt also gleich mal 45 Gramm (oder 15 Zuckerstücke) quasi nebenbei zu sich. Ein Erwachsener sollte laut WHO aber nur rund 50 bis 60 Gramm (also 17 bis 20 Zuckerwürfel) pro Tag zu sich nehmen. So eine Volvic-Apfel-Falsche – und die anderen Sorten sind laut Volvic.de-Seite nicht viel besser – denkt also fast den kompletten Tagesbedarf an Zucker.

Update: Die Stiftung Warentest hat Volvic Apfel in einem Test mit Mangelhaft bewertet: “Im Labor entdeckten die Tester ein aus verschiedenen synthetischen Aroma­stoffen zusammengesetztes Fantasiearoma, das geschmack­lich ein Apfelaroma vortäuscht. Das bedeutet: test-Qualitäts­urteil mangelhaft für Volvic Apfel.

Meine Nacht im Klinikum Cottbus

Am Donnerstagmorgen war noch alles gut: Mit Kollegin Kathrin Bangen nach Berlin-Tegel geflogen, unseren Chef Oliver Horst am Hotel abgeholt und nach Cottbus gefahren. Gespräche mit den “neuen Kollegen” der Lausitzer Rundschau standen auf dem Programm. Bis 13 Uhr, denn dann verspürte ich Übelkeit und Durchfall – und ging zum Hotel zurück. Nur eine Stunde später saß ich bei einer Ärztin in der Nähe des Hotels. Die Dame fackelte nicht lange: “Ich bin da sehr direkt: Das ist vermutlich ein Infekt, aber es könnte auch eine Blinddarmentzündung sein. Ich schicke Sie deshalb ins Krankenhaus.”

In der Notaufnahme angekommen, musste ich erstmal warten. Dann das volle Programm: Ultraschall, Röntgen, Bluttests und viele Fragen (“Der Computer fragt: Patient schwanger?”), danach die Diagnose, es könne wirklich eine Blinddarmentzündung sein und ich solle zur Beobachtung da bleiben. Schwups lag ich in einem Krankenzimmer und ein Arzt musste am Abend entscheiden, ob ich noch am selben Abend operiert werden müsse. Bis dahin gab es Tropf statt brandenburgische Spezialitäten. Dann die Erleichterung: Der Arzt – selbst Vater von zwei Jungs  - tippte auf einen Infekt, den ich mir von Jan eingefangen hatte – und nicht auf eine Blinddarmentzündung. “Diese Kinder-Viren können Erwachsene total umhauen”, sagte er und verschwand. Uff! Immerhin gab es dann Pfefferminztee. Fast so gut wie ein Cocktail in der Hotelbar. :-)

Am nächsten Morgen Visite um 7 Uhr (ein Arzt mit sechs Krankenschwestern im Schlepptau) und die Aufforderung, auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung zu warten. Also wieder warten, warten, warten. Gegen Mittag – so langsam mussten wir nach Berlin zurück, um den Rückflug nicht zu verpassen – ging es mir soweit besser und ich bin auf eigenen Wunsch entlassen worden. Selten war ich so froh, als die Lufthansa-Maschine in Düsseldorf aufsetzte. :-)

Stadtwerke Solingen bieten Ökostrom für 6 Euro mehr im Jahr

Die Idee, auf Ökostrom umzusteigen, hatte ich schon länger – aber bisher war der Preisaufschlag größer als das schlechte Gewissen. Da kam ein Angebot der Stadtwerke Solingen gerade recht: Für 1,50 Euro im Monat liefert das Unternehmen Privatkunden unbegrenzt viel Ökostrom aus Wasserkraft. Und weil wir gleichzeitig auf Online-Rechnung umgestellt haben, sparen wir pro Jahr 12 Euro. Fazit: Sauberer Strom für sechs Euro mehr im Jahr. Da war der schlechte Gewissen viel größer als der Preisaufschlag. :-)

Wer braucht drei Abschleppwagen?

Schlechter Start ins Wochenende: Mein Autoreifen hatte über den Tag hinweg die Luft verloren und ich musste mich von VW vom RP-Parkplatz abschleppen lassen. Interessant, was der Abschleppwagen-Fahrer (was für ein Wort) erzählte: Es passiert wohl immer wieder, dass liegengebliebene Autofahrer beim ADAC, bei ihrem Auto-Hersteller (Mobilitätsgarantie) und bei ihrer Versicherung (die einen Schutzbrief anbietet) anrufen, um je einen Abschleppwagen zu bestellen. Wer als erster da ist, kriegt den Auftrag – und die anderen Abschlepper schauen in die Röhre. “Meinem” Fahrer war es sogar mal passiert, dass er von einem Autohersteller und vom Automobil-Club AVD beauftragt wurde, den selben Wagen abzuschleppen. Als er den Kunden anrief, um nach dem Grund dieses doppelten Hilferufs zu fragen, hörte er: “Ach, dann lassen Sie’s einfach. Ich habe auch schon bei meiner Versicherung angerufen, die schicken jetzt einen Wagen.”

Action statt Reflexion – schade (Filmkritik Source Code)

Seit dem 11. September 2001 spielen US-Filmproduzenten ein Thema immer wieder durch: Was wäre, wenn man die Minuten vor einem Terroranschlag erneut durchleben könnte? Würde dies die Ermittlungen vereinfachen und die Täter schneller hinter Gitter bringen? Und immer wieder stecken ihre Hauptdarsteller im Film schnell in einer Zwickmühle: Sollen Sie nur beobachten – oder können sie eingreifen, um zumindest eine schöne Frau – und nach Möglichkeit auch alle anderen Opfer des späteren Anschlags – zu retten?

Die Handlung

Nach „Déjà Vu – Wettlauf gegen die Zeit“ nun also „Source Code“. Dieser Film ist deutlich einfacher gestrickt: Jack Gyllenhaal (bekannt aus „The Day after tomorrow“) wacht in einem Zug auf, der auf Chicago zufährt. Acht Minuten später explodiert der Zug – und Colter Stevens wacht in einer dunklen Zelle auf. Eine Person am Bildschirm erklärt ihm, dass der Zug durch einen Attentäter in die Luft gesprengt wurde – und er durch die Zeitreisen versuchen soll, dem Täter auf die Spur zu kommen. Wiederholt wird der US-Soldat in die Vergangenheit geschossen – und kommt dem Attentäter langsam auf die Spur. Das Attentat auf den Zug kann er damit zwar nicht verhindern – aber einen zweiten Anschlag mit einer schmutzigen Bombe, die der Mann in der Innenstadt von Chicago zünden wollte.

Mit Hilfe der hübschen Zug-Nachbarin Christina Warren (Michelle Monaghan, bekannt aus „Mission Impossible III“ und „Mr. und Mr. Smith) muss der Zeitreisende aber auch entdecken, dass er im echten Leben vor zwei Monaten in Afghanistan für tot erklärt wurde und seither vom US-Militär für das Source-Code-Projekt benutzt wird. Kein Wunder also, dass er zunehmend verbittert wird – und auf der anderen Seite versuchen möchte, die schöne Frau zu retten.

Die Kritik

Schade, dass sich Regisseur Duncan Jones (der Sohn von David Bowie) auf die Action im Film beschränkt und sich zu wenig Zeit nimmt, das Für und Wider solcher Zeitreisen-Technik zu ergründen. Die Kritik an dem Verfahren – und am Projektleiter, dem es wohl nur um seine Karriere geht – kommt einfach zu kurz. Und der Zuschauer verliert bei all den Zeitreisen die Orientierung. Am Ende gibt es ein Happy End – das wohl eine Tür für einen zweiten Teil öffnet. Lieber nicht.

Darf ein Staat foltern? (Filmkritik Unthinkable)

Die Ausgangslage des Films ist einfach: Ein zum Islam konvertierter US Amerikaner erklärt, drei schmutzige Bomben (also mit Nuklearmaterial) in drei amerikanischen Großstädten platziert zu haben. Gehen die Bomben hoch, würden sechs bis zehn Millionen Menschen sterben. Kurz nach dem Absenden des Videos lässt sich der Mann von der Polizei festnehmen und wird vernommen. Er sagt aber nichts, so dass FBI und ein “freier” Verhörspezialist der sich nur H nennt (super gespielt von Samuel L. Jackson) das Verhör übernehmen.

 

Während die FBI Agentin Helen Brody (Carrie-Anne Moss – die Frau aus Matrix) vehement für die Einhaltung der Menschenrechte kämpft, verweist H. immer wieder auf den drohenden Tod von zehn Millionen Menschen und vertritt den Standpunkt, dass ein Terrorist keine Menschenrechte hat. Obwohl er – mit Billigung von “ganz oben” – den Terroristen Yusuf (Michael Sheen) foltert, verrät dieser nichts. Die Diskussion wird immer verbissener geführt, zumal H. keine Grenzen kennt und immer brutaler wird.

Der Film – der es in Deutschland nie in die Kino schaffte – wirft eine spannende Frage auf. In Deutschland erinnert er an de Fall des entführten Bankiersohns, dessen Entführer von der Polizei Folter angedroht (!!) wurde, um das Versteck des Jungen zu finden. Zu diesem Zeitpunkt wusste niemand, dass dieser schon tot war.

Das Ende des Films lässt die Frage, ob brutale Folter in einer solchen Situation erlaubt ist, offen.