Meine Nacht im Klinikum Cottbus

Am Donnerstagmorgen war noch alles gut: Mit Kollegin Kathrin Bangen nach Berlin-Tegel geflogen, unseren Chef Oliver Horst am Hotel abgeholt und nach Cottbus gefahren. Gespräche mit den „neuen Kollegen“ der Lausitzer Rundschau standen auf dem Programm. Bis 13 Uhr, denn dann verspürte ich Übelkeit und Durchfall – und ging zum Hotel zurück. Nur eine Stunde später saß ich bei einer Ärztin in der Nähe des Hotels. Die Dame fackelte nicht lange: „Ich bin da sehr direkt: Das ist vermutlich ein Infekt, aber es könnte auch eine Blinddarmentzündung sein. Ich schicke Sie deshalb ins Krankenhaus.“

In der Notaufnahme angekommen, musste ich erstmal warten. Dann das volle Programm: Ultraschall, Röntgen, Bluttests und viele Fragen („Der Computer fragt: Patient schwanger?“), danach die Diagnose, es könne wirklich eine Blinddarmentzündung sein und ich solle zur Beobachtung da bleiben. Schwups lag ich in einem Krankenzimmer und ein Arzt musste am Abend entscheiden, ob ich noch am selben Abend operiert werden müsse. Bis dahin gab es Tropf statt brandenburgische Spezialitäten. Dann die Erleichterung: Der Arzt – selbst Vater von zwei Jungs  – tippte auf einen Infekt, den ich mir von Jan eingefangen hatte – und nicht auf eine Blinddarmentzündung. „Diese Kinder-Viren können Erwachsene total umhauen“, sagte er und verschwand. Uff! Immerhin gab es dann Pfefferminztee. Fast so gut wie ein Cocktail in der Hotelbar. 🙂

Am nächsten Morgen Visite um 7 Uhr (ein Arzt mit sechs Krankenschwestern im Schlepptau) und die Aufforderung, auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung zu warten. Also wieder warten, warten, warten. Gegen Mittag – so langsam mussten wir nach Berlin zurück, um den Rückflug nicht zu verpassen – ging es mir soweit besser und ich bin auf eigenen Wunsch entlassen worden. Selten war ich so froh, als die Lufthansa-Maschine in Düsseldorf aufsetzte. 🙂

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