Best Buy: Exklusive Bar-Codes gegen Online-Shopper
Hand aufs Herz: Wer hat nicht schon mal bei Saturn und Co das iPhone gezückt, um den Preis des Produktes bei Amazon oder anderen Online-Portalen zu prüfen? Im Weihnachtsgeschäft 2011 hatte Amazon seine US-Kunden sogar mit einem 5-Dollar-Gutschein gelockt, wenn sie einen Barcode im Laden scannen – und das Produkt dann online bestellen (siehe Channelpartner.de). Nebenbei dürfte Amazon auf diese Weise viele Preise aus dem stationären Handel bekommen haben.
“Showrooming”
Die US-Elektronikkette Best Buy hat sich nun einen neuen Trick zur Abwehr solcher Kunden ausgedacht. Wie eTailment.de berichtet, rüstet das Unternehmen seine Produkte mit exklusiven Barcodes aus, die von Amazon- und Co nicht erkannt werden. Entsprechend bekommt der Kunde auch keinen Vergleichspreis genannt. Saturn praktiziert nach meiner Beobachtung schon länger einen ähnlichen Trick: Leicht modifizierte Produkte werden unter einer anderen Produktbezeichnung verkauft – und lassen sich so schlechter vergleichen.
Die Frage ist: Wird dies den Einzelhandel retten? Letztlich macht es den Preisvergleich schwieriger – weckt aber auch einen gewissen Jagdtrieb beim Kunden.


