Thalia und Hugendubel verkaufen immer weniger Bücher

Interessanter Bericht in der FAZ über die Bücher-Kaufhäuser in der Krise: Thalia und Hugendubel – die vor Jahren die kleinen Buchhändler in Schwierigkeiten brachten – haben jetzt selbst Probleme. Der Umsatz sinkt, Filialen werden geschlossen und die verbliebenen Filialen machen weniger Umsatz mit Büchern.

Dabei ist die Leselust groß wie selten. Jeder zweite gibt an, gern zum Buch zu greifen. Allein, es hilft den Ketten wenig. Denn Händlerin Hugendubel hat entsetzt beobachtet: „Unsere Kundschaft muss Zeit sparen.“ Die vielbeschäftigten Deutschen ordern im Netz: Fünf Jahre, und jedes zweite Werk verkaufe sich online, fürchten die Händler. 

Großer Profiteur dieser Entwicklung ist Amazon. Inzwischen soll das Unternehmen rund 4 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland machen, davon 3 Milliarden mit Medien. Und während die Ketten leiden, halten sich die kleinen Buchhändler. Die, die ihnen den Garaus machen sollten, stecken nun selbst in der Krise.

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