Die russische Spende – genialer Krimi von Christoph Spielberg

Eher durch Zufall bin ich beim Durchstöbern des Kindle-Stores auf das Buch „Die russische Spende“ von Christoph Spielberg gestoßen. 3,45 Cent kostet das Buch dort. „Naja, da kann man wenig falsch machen“ dachte ich und lud das Buch auf meinen neuen Kindle. Kurzfazit: Sagenhaft! Spannender Roman, der mit immer neuen Wendungen überrascht!

Die Story: Dr. Felix Hoffmann ist Stationsarzt einer Berliner  Klinik. Eines Nachts wird in der Notaufnahme ein toter Patient eingeliefert, den Hoffmann nur wenige Monate zuvor behandelt hatte. Als am nächsten Tag der Totenschein ausgetauscht und die Akte des Patienten spurlos verschwunden ist, macht sich Hoffmann – unterstützt von seiner Freundin Celine – auf die Suche. Immer neue Erkenntnisse, überraschende Wendungen und immer mehr tote Hauptpersonen packen den Leser.

Nebenbei: Wer kein Kindle besitzt, kann sich das Buch – das bereits 2001 erschien – nur noch gebraucht bestellen. Alternativ kann man sich die Kindle-App kostenfrei auf iPhone, iPad oder Android herunterladen und das Buch elektronisch lesen. Wer Kindle Unlimited nutzt, bekommt das Buch kostenfrei.

Update (5. November 2016): Das Buch kostet inzwischen 3,45 Euro statt 99 Cent. Ich habe den Preis und den Link zum Buch aktualisiert.

Was würde Apple tun? (Buchkritik)

Mit dem Titel „Was würde Apple tun?“ knüpft Dirk Beckmann an das erfolgreiche Buch von Jeff Jarvis („Was würde Google tun?„) an. Nach einem guten Start lässt das Buch jedoch schnell nach und spätestens beim Kapitel „Was bedeutet die mobile Revolution?“ hat der Autor den Titel seines Buches aus den Augen verloren.

Los geht’s mit einem Google-Apple-Vergleich: Beckmann schreibt, dass das Google-Geschäftsmodell einmalig und nicht wiederholbar ist. Der Internet-Riese habe im Bereich der Internet-Werbung ein Quasi-Monopol und könne es sich leisten, dutzende andere Dienste wie Google Mail, Google Reader, Google Plus und Co kostenfrei anzubieten. Apple dagegen sei ein 30 Jahre altes Unternehmen, das direkt Geld mit seinen Produkten verdiene. Die Verschenken-Mentalität von Google hält Beckmann für einen Fehler. Aber verschenkt Google wirklich seine Dienste – oder lässt es sich die Nutzung nur anders bezahlen? Google baut ja deshalb all diese neuen Dienste, um Kunden auf der eigenen Plattform zu halten und ihnen immer neue Adwords-Anzeigen zu präsentieren.

Statt den Kunden unfertige Produkte zu präsentieren, drehe Apple immer wieder Schleifen um am Ende das perfekte Produkt auf den Markt zu bringen. Die Kunden würden beobachtet und ihre Ideen berücksichtigt – aber die Innovation gäbe Apple nicht aus der Hand. Ist Google da wirklich anders? Zeigt nicht Google Plus, dass das Unternehmen vorab genau überlegt hat, wie eine Social-Media-Plattform aussehen soll? Ist Google Mail kein innovatives Produkt, das meilenweit von anderen Diensten entfernt ist? Und ich rede hier nicht vom nahezu unbegrenzten Speicherplatz, sondern von Innovationen wie Labels und Priority Inbox.

Apple-Autos: Einzelmodule zum Selbst zusammenschrauben

Spannender ist da schon der Teil, in dem Dirk Beckmann die Arbeitsweise von Apple beschreibt. Das Unternehmen suche lange nach der richtigen Idee und versuche nicht, immer der Erste zu sein. Die Produkte seien bewusst arm an Funktionen – aber diese sehr gut durchdacht. Und Appple investiere viel Zeit und Geld, um funktionierende Prototypen zu entwickeln, die dann doch nicht auf den Markt kämen, weil sie nicht perfekt seien. Korrekt – aber ist das alles wirklich so neu?

Kopfschütteln verursacht die Lektüre spätestens dann, wenn Dirk Beckmann versucht, das Apple-Modell auf andere Branchen zu übertragen. Demnach wären Autohersteller gut beraten, modulare Autos zu bauen, die der Kunde nach dem Ikea-Prinzip selbst zusammen bauen könne. Bitte was? Ist es nicht gerade ein Erfolgsfaktor von Apple, dass die Computer komplett verkauft werden – und sich nur wenige Käufer überhaupt Gedanken darüber machen, welche Grafikkarte und welche Festplatte eingebaut sind? Das ist doch das Schöne an Apple-Geräten: Man kauft ein iMac, benutzt es ein paar Jahre und tauscht es dann komplett aus – statt die Festplatte oder die Grafikkarte aufzurüsten.

Die Facebook-Falle – ein Buch, das nachdenklich stimmt

Natürlich habe ich ein Facebook-Profil und natürlich habe ich dort auch Fotos hochgeladen – und persönliche Informationen veröffentlicht. Trotzdem, oder erst recht deswegen, habe ich mit Interesse das Buch „Die Facebook-Falle“ von Sascha Adamek gelesen. Der Freie Journalist (unter anderem für WDR RBB) beschreibt darin ausführlich, welche Daten Facebook von uns einsammelt und welche Einwilligung wir geben.

Erster Knackpunkt: Alles, was wir bei Facebook hochladen, gehört ab diesem Moment dem US-Unternehmen und kann weltweit und unentgeltlich genutzt und sogar unterlizenziert werden. Heißt: Ladet einmal ein Foto von Facebook herunter und das Unternehmen kann dieses Bild zum Beispiel für Werbung nutzen oder an Dritte weitergeben. Cool, oder?

Auch lustig: Nutzt einer Eurer Freunde die iPhone-App von Facebook, dann bietet die App an, alle Kontakte zu Facebook zu übertragen und so neue Freunde zu finden. Auf diese Weise werden also Daten von Dritten an Facebook übertragen, die dem nicht explizit zugestimmt haben. Und plötzlich wundert sich Nicht-Facebook-Nutzer über Einladungen von Facebook, in denen gleich Freunde aus dem Reallife genannt werden. Laut Sascha Adamek können deutsche Datenschutzbehörden dieses Vergehen ahnden und zwar mit bis zu 30.000 Euro.

Richtig ernst wird es, wenn man bedenkt, welche Rolle Facebook beim „Arabischen Frühling“ gespielt hat: Adamek erzählt in seinem Buch die Geschichte eines Regimegegners, der bei seiner Einreise nach Teheran aufgefordert wurde, sein Facebook-Passwort offen zu legen und im zweiten Schritt seine Freunde identifizieren musste. Tagesschau.de hat die komplette Geschichte: „Markiere die Gesichter deiner Freunde!“ (Seite nicht mehr verfügbar!). Wer jetzt sagt, dass wir in einer Demokratie leben und keine solchen Repressalien vom Staat zu befürchten haben, hat – aus deutscher Sicht – vermutlich recht. Aber wie sieht es in anderen Ländern aus, in denen wir unseren Urlaub verbringen? Mir fallen da sofort die Spielfilme Staatsfeind Nr. 1 und Machtlos ein.

Etwas merkwürdig wird das Buch von Sascha Adamek, wenn er versucht, einen Zusammenhang zwischen Facebook und dem CIA aufzustellen oder wenn er einen erfundenen Chat zwischen Aristoteles, Kant, Schopenhauer und Nietzsche erfindet. Hier scheint es, als hätte der Autor eine gewisse Seitenzahl erreichen müssen. Schade, denn ansonsten stimmt das Buch nachdenklich und ermutigt den Leser, über seine eigenen Facebook-Aktivitäten nachzudenken.

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