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Artikel aus der Kategorie ‘Online’

Telekom torpediert seit Jahren die Netzneutralität

Eine Welle der Empörung hat die Deutsche Telekom mit ihrer Ankündigung ausgelöst, bei neuen DSL-Verträgen künftig eine Volumengrenze  einzubauen. Während einige das Recht auf einen unbegrenzten Internet-Zugang einfordern, kämpft eine wachsende Mehrheit für die Netzneutralität und eine Petition für den Deutschen Bundestag erreichte binnen Stunden die notwendige Marke von 50.000 Stimmen und hat aktuell 72.000 Mitunterzeichner.

Stein des Anstoßes ist die Ankündigung der Telekom, ihren TV-Dienst Entertain von der Volumenzählung auszunehmen (und weiteren Anbietern eine solche Ausnahme zu verkaufen!). Damit verstößt das Unternehmen gegen das Gebot der Netzneutralität. Ist die Ausnahme bei Entertain technisch noch begründbar (siehe Blog-Beitrag von Stefan Wild) sind alle anderen Ausnahmen nicht hinnehmbar. Diese Angriffe gegen die Netzneutralität sind aber nicht neu und werden zum Teil seit Jahren fast ohne Protest hingenommen:

  • Neutrales Peering
    Seit Jahren verlangt die Telekom von anderen Internet-Providern eine direkte Zusammenschaltung mit ihrem Netz, weil sie sich nicht am neutralen Peering am De-Cix in Frankfurt beteiligt. Siehe: Die Herzen des Internets
  • Durchleitung von Anrufen zu 0180- und 0700-Rufnummern
    Kunden des Düsseldorf VOIP-Anbieters Sipgate können seit gestern keine 0700-Rufnummern im Telekom-Netz mehr erreichen, wie das Unternehmen in seinem Blog berichtet. Bereits seit 1. Mai ist der Zugang zu 0180-Servicenummern geblockt.
  • Neue Marktteilnehmer werden boykotiert
    27 Monate hat die T-Mobile gebraucht, um Anrufe zu 01570-Rufnummern zu ermöglichen. Unter diesen Nummern wollte Sipgate unter anderem seinen Dienst Sipgate One anbieten, um Anrufer unter einer zentralen Handynummer erreichbar zu machen. Nebenbei hat sich die Bundesnetzagentur in der Frage nicht besonders viel Mühe gegeben. Kürzlich meldete Sipgate deshalb: “Wir geben auf!”
  • Verbot von VOIP- und Skype-Telefonaten
    Mit dem iPhone kann man seit Jahren kostengünstig per Skype in alle Welt telefonieren. Die Telekom (und andere Anbieter) verbieten aber in ihren einfachen Verträgen die Nutzung der Dienste und begründen dies mit dem Datentraffic und der Sorge, keine stabile Verbindung anbieten zu können. Wer einen Aufpreis zahlt oder gleich einen höheren Vertrag abschließt, darf Skype nutzen.
  • Musik-Streaming über Spotify zum Fixpreis
    Seit Oktober 2012 können Mobilfunk-Kunden der Telekom Spotify zum Festpreis von 10 Euro im Monat nutzen. In der Pressemitteilung geht es amüsanterweise nur um die Abrechnung, nicht aber um die Belastung des Netzes durch das nun unbegrenzt mögliche Streaming.

Und die nächsten Schritte stecken schon in den Startlöchern:

  • Managed Services
    Mit  der Einführung der Volumengrenzen ab 2011 hat die Telekom angekündigt, Inhalte-Anbietern Verträge nach dem Muster von Spotify anzubieten und sieht darin ein neues Geschäftsfeld – wie sie in einer Antwort an die Regulierungsbehörde offen zugibt.
  • VDSL Vectoring
    Weil der Glasfaser-Ausbau bislang kaum vorankommt (Die Telekom nennt auf ihrer Website fast nur kleine Gemeinden!) will sie nun verstärkt auf VDSL-Vectoring setzen. Die Technik, die ungefähr doppelt so schnelle Übertragungsgeschwindigkeiten wie VDSL50 erlaubt, setzt aber voraus, dass ein Anbieter die Leitungen zwischen Vermittlungsstelle (den grauen Kästen am Straßenrand!) und Kundenmodem exklusiv nutzt. Vodafone hat seine Zusammenarbeit schon angekündigt.
  • Zwangsmodem für VDSL-Vectoring
    Simon Kissel, Geschäftsführer des DSL-Routerherstellers Viprinet, glaubt, dass die Telekom mit der Einführung von VDSL-Vectoring ihren Kunden ein einheitliches Modem aufzwingen wird, wie das schon heute zum Beispiel Unitymedia macht. Dagegen spricht die Ankündigung von AVM, mit der Fritzbox 7490 einen Router auf den Markt zu bringen, der VDSL-Vectoring unterstützt.

Fazit

Die Telekom versucht seit Jahren, die Netzneutralität zu torpedieren und die geplanten Volumengrenzen sind nur der nächste logische Schritt. Und auch der wird klappen, wenn der Protest in ein paar Monaten wieder abflaut, weil es die Netzgemeinde nicht geschafft hat, der breiten Bevölkerung die Bedeutung des Themas klar zu machen. Schon der Begriff Netzneutralität ist dafür alles andere als geeignet, wie Franziska Bluhm schreibt. Sascha Lobo rief die Netzgemeinde deshalb in seinem Vortrag auf der Republica dazu auf, sich eine einfache Frage zu stellen: “Was würde Merkel überzeugen?”

Jetzt mitmachen

Wer sich an dem Protest für die Netzneutralität beteiligen möchte, sollte in einem ersten Schritt die Petition von Maltze Götze unterzeichnen und an sich an den von ihm per E-Mail gestarteten Protestaktionen beteiligen. Und im zweiten Schritt kann man noch bis zum 18. Juni die Petition des Deutschen Bundestags unterzeichnen.

Airmail – endlich eine Sparrow-Alternative

Nach und nach streicht mir Google alle meine Tools: iGoogle stirbt im November 2013, Google Reader wird Ende Juni eingestellt und schon vor einiger Zeit hat Google den tollen Mail-Client Sparrow gekauft – und die Entwicklung damit weitestgehend eingestellt. Durch einen Tweet von Frank Feil bin ich auf AirMail aufmerksam geworden und das noch junge Programm hat das Zeug zum Sparrow-Nachfolger.

AirMail übernimmt die sehr schlanke Nachrichten-Ansicht von Sparrow, so dass man den Posteingang auf größeren Monitoren stets im Blick behalten kann. Auf Knopfdruck kann man dann eine Ordner-Ansicht und eine Nachrichten-Detail-Ansicht ausklappen, womit Airmail an normale Mailprogramme wie Mac Mail und Postbox erinnert.

AirMail: Schlankes Fenster

AirMail: Schlankes Fenster

Besonders geschickt finde ich die öffentliche Feature-Wunschliste, auf der man die Wünsche der anderen abrufen kann und bis zu acht Stimmen für diese Ideen abgeben kann. Wer zum Beispiel eine deutsche Übersetzung wünscht, kann hier seine Stimme eintragen oder sich als Helfer anbieten.

Praktisches Gadget: Dreifach-Steckdose mit USB-Anschluss für den Schreibtisch

Wer keine Lust hat, jedes Mal unter den Schreibtisch zu krabbeln sollte sich die Mehrfachsteckdose mit USB-Anschluss von Allocacoc (Affiliate-Link von Amazon.de) zulegen: Der praktische Würfel wird mit Doppelklebeband (im Lieferumfang enthalten, hält bombenfest!) auf den Schreibtisch geklebt und bietet künftig drei Steckdosen und einen USB-Anschluss, um Smartphones und Tablets direkt zu laden. Funktioniert super mit iPad3, iPhone5 und Google Nexus.

Allocacoc PowerCube extended usb: Drei Steckdosen und ein USB-Port für den Schreibtisch

Allocacoc PowerCube extended usb: Drei Steckdosen und ein USB-Port für den Schreibtisch

Mit dem 1,5 Meter langen Kabel wird der Würfel mit der nächsten Steckdose verbunden und liefert fortan Strom für alle Spielsachen auf dem Schreibtisch.  Wer auf dem Schreibtisch keinen USB-Anschluss braucht, kann den Würfel auch mit vier statt drei Stockdosen kaufen.

Ich benutze den Würfel seit vier Wochen und möchte ihn nicht mehr missen. Hier und da habe ich lediglich eine zweite USB-Buchse vermisst, um gleich parallel zwei Geräte aufzuladen. Aber gut, dafür gibt es ja die Steckdosen. Auch eine LAN-Buchse wäre ab und an sehr praktisch, aber die braucht man doch deutlich seltener als Strom.

Fritzbox zählt Telekom-Entertain-Traffic offenbar nicht

Die Berichte, wonach die Telekom bei ihren DSL-Flatrates eine Volumendrosselung einführen möchte, haben mich hellhörig gemacht: Wie viel Traffic verursache ich eigentlich pro Monat – und wird der IP-TV-Traffic von Entertain von meiner Fritzbox 7390 erfasst? Die Fritzbox zeigt in einer Tabelle übersichtlich an, wie viel Traffic über die eigene Leitung geht. Bei mir waren es im März rund 140 GByte im Monat, wobei 80 GByte Upload-Traffic zu Strato HiDrive und S3 war. Und was ist nun mit dem Entertain-Traffic, immerhin gucken wir HD-TV und nehmen teilweise parallel zwei Sendungen auf.

Eine Anfrage bei @telekom_hilft liefert keine klare Antwort:

Die Antwort von AVM hilft leider auch nicht wirklich:

Das ist so jedoch nicht eindeutig von uns zu klären. Der Online-Zähler erfasst im Datenvolumen nur das Datenaufkommen der Internetverbindung. Beim Internetfernsehen gibt es Übertragungsweisen, die eine separate IP-Verbindung verwenden und solche, die die Internet-IP-Verbindung mitbenutzen. Internetfernsehen, das per Multicast gesendet wird, wie beispielsweise IPTV, verwendet eine eigene IP-Verbindung und wird somit vom Online-Zähler nicht erfasst. Video-on-Demand wird im Gegensatz dazu über die Internet-IP-Verbindung übertragen und wird im Online-Zähler mitgezählt.

Da die Fritzbox den IPTV-Traffic eindeutig im Online-Monitor anzeigt, gehe ich zunächst davon aus, dass auch das Volumen erfasst wird.
Online-Monitor der Fritzbox 7390 zeigt IPTV-Traffic an

Online-Monitor der Fritzbox 7390 zeigt IPTV-Traffic an

 

AVM berichtet auf eine erneute Anfrage, dass kein Zusammenhang zwischen dem Online-Monitor und dem Online-Zähler besteht:

Hier wird doch nur die Geschwindigkeit gemessen. Die steht erstmal so nicht mit dem Online Zähler in direkter Verbindung.

Also hilft nur ausprobieren: Ich starte parallel zwei HD-Aufnahmen und beobachte, wie sich der Online-Zähler entwickelt. Der Online-Monitor zeigt rund 22 MBit/s Download-Stream – aber der Online-Zähler bewegt sich nicht. Offenbar zählt die Fritzbox den IPTV-Traffic von Entertain nicht.

Bleibt die spannende Frage, wie die Telekom – sollte sie die Volumendrosselung für VDSL-Anschlüsse wirklich einführen – mit Traffic zu ihrer Konzerntochter Strato umgeht. Auf der einen Seite würde Strato sicher darunter leiden, wenn der Traffic zu HiDrive  berechnet würde. Auf der anderen Seite würde die Telekom dann die Netzneutralität aufgeben.

Google zerstört das Vertrauen der Nerds

Vor ein paar Jahren sagte mir ein Google-Mitarbeiter: “Wir leben vom Vertrauen unserer User, denn wir haben keine langfristigen Verträge, die sie an uns bindet.” Wenn diese Linie weiterhin Gültigkeit hat, dann hat Google am vergangenen Donnerstag einen großen Fehler gemacht: Mit der Einstellung von Google Reader zum 1. Juli zerstört Google das Vertrauen der Nerds in das “freundliche” Unternehmen aus Mountain View. Und Google signalisiert damit auch, dass man offene Standards nicht länger unterstützt, sondern lieber geschlossene Plattformen wie Google Plus fördert. Denn Google hat nicht nur das Ende des Google Readers verkündet, sondern auch gleich das Chrome-Plugin zum einfachen Abonnieren von RSS-Feeds gelöscht. Damit sagt man dem RSS-Standard adieu, denn auch der Dienst Feedburner vegetiert seit Jahren vor sich hin.

iGoogle, Tweetdeck und jetzt Google Reader

Der Guardian wirft Google in einem sehr lesenswerten Beitrag vor, nur die absolute Zahl der Google-Reader-Nutzer betrachtet zu haben und nicht deren Wert für das  Unternehmen. Denn Hand aufs Herz: RSS-Feeds sind etwas für Nerds, die vor vielen Jahren die neue Suchmaschine mit dem lustigen Namen für sich entdeckten und zu den ersten Twitter- und Dropbox-Nutzern zählten. Sie leben in der Cloud und organisieren ihr (digitales) Leben mit Tools, die ihnen Firmen wie Google an die Hand geben.

Für diese Nerds ist die Abschaltung des Google Readers nur eine weitere Hiobsbotschaft: Als vor einem Jahr das Ende von iGoogle verkündet wurde, hielt sich der Aufschrei noch in Grenzen. Schlimmer war der Aufschrei als Twitter nach der Übernahme von Tweetdeck das Profi-Twitter-Tool erst kastrierte und dann kürzlich das Ende von Tweetdeck für Android und iOS verkündete. Ähnlich wie Google möchte Twitter sein Eco-System vollständig kontrollieren und den Nutzer eine geschlossene Plattform bieten.

Wie lange unterstützt GMail noch IMAP?

Und die Nerds fragen sich, wann Google weitere Dienste einschränkt, ohne die sie heute kaum leben könnten: Was ist mit GMail? Auch hier hat Google mit dem Kauf (und dem damit einhergehenden Entwicklungsstopp) von Sparrow gezeigt, dass man die “Welt” kontrollieren möchte. Wird demnächst der Zugang auf die eigenen GMail-Apps beschränkt und offene Standards wie IMAP nicht mehr unterstützt? Das Ende von Google Talk hat das Unternehmen bereits angekündigt und will künftig voll auf Hangout zu setzen. Adieu offener Jabber/XMPP-Standard.

Es lebe die Unabhängigkeit

Und jetzt? Mich hat die Ankündigung von Google Reader wachgerüttelt und ich habe mich für Fever als Nachfolger entschieden. Fever kostet zwar 30 US-Dollar, aber dafür läuft das Tool auf meinem Web-Server. Auf diese Weise bin ich in Puncto RSS-Feed-Reader künftig nicht mehr abhängig von einem großen Internet-Konzern. Ähnlich habe ich es auch bei Dropbox gemacht: Meine Daten synchronisiere ich seit ein paar Wochen über ein Synology-NAS, das in meinen eigenen vier Wänden steht. Nur die Alternative zu GMail habe ich noch nicht gefunden? Da ich die Web-Oberfläche so gut wie nicht nutze und die iOS-App wieder gelöscht habe, würde mir ein IMAP-Postfach mit ordentlich Speicherplatz ja genügen.

Gute Erfahrungen mit VOIP-Telefonie bei der Deutschen Telekom

Ich gebe zu: Als ich mit dem Umzug in die neuen Wohnung von ISDN auf IP-Telefonie gewechselt bin, hatte ich Sorge, diesen Schritt zu bereuen. Im Netz finden sich viele Berichte über schlechte Erfahrungen mit der VOIP-Telefonie der Deutschen Telekom. Die ersten zwei Tage haben meine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Die Sprachqualität war schlecht und Telefonate mussten beendet werden. Doch nach zwei Tagen waren die Probleme wie durch ein Wunder weg – und seither haben wir keine Probleme. Die Sprachqualität ist gut, die Verbindung stabil – und auch größere Downloads stören ein Telefonat nicht.

Ein Grund für die guten Erfahrungen könnte die Hardware sein: Fritzbox 7390 und zwei MT-F-Telefone, beides von AVM. Wenn es doch mal Probleme gibt, kann man in der Fritzbox die Probleme melden und AVM so bei der Verbesserung der Firmware helfen. Aber das passiert nur sporadisch und rechtfertigt nicht die Umstellung zu ISDN mit höherer monatlicher Grundgebühr.

AVM Fritzbox 7390: Bewertung der VOIP-Sprachqualität

AVM Fritzbox 7390: Bewertung der VOIP-Sprachqualität

Update: Frank Feil hatte Gelegenheit, die IP-Hardware der deutschen Telekom zu testen. Sein Testbericht über Speedport W723V, Speedphone 700 und 100 mit HD Voice ist online.

WordPress-Plugin-Empehlung: “Social” und “Twitter Tools”

Jüngst bemerkte ich, dass mein bisher für das Posten von Tweets genutztes YOURLS-Plugin diese Funktion künftig nicht mehr unterstützt. Ursache ist nicht die jüngst von Twitter beschlossene API-Beschränkung, sondern die fehlenden Zeit des Plugin-Autors und die ständigen API-Änderungen durch Twitter.

Yourls-Plugin ohne Twitter-Unterstütung

Yourls-Plugin ohne Twitter-Unterstütung

Nächstes Problem: Auch das Widget, mit dem ich meine neuesten Tweets in der rechten Spalte von sbrinkmann.de anzeigen ließ, hatte seinen Geist aufgegeben. Zeit also, sich noch mal mit dem Thema Twitter-Wordpress-Plugins zu beschäftigen.

Blog-Posts bei Twitter und Facebook posten mit “Social”

Das Plugins Social ist schnell eingerichtet und deutlich komfortabler als die alte Lösung. Social spricht nicht nur mit Twitter, sondern auch mit Facebook, um neue Blog-Postings bekannt zu machen. Ob ein neuer Beitrag überhaupt gepostet wird, lässt sich auch einstellen. Nach dem Veröffentlichen eines Blog-Posts werden die Beiträge für Twitter und Facebook angezeigt und lassen sich dann auf Wunsch editieren, bevor sie veröffentlicht werden.

Vor dem Posten bei Twitter und Facebook kann man eine Nachricht editieren.

Vor dem Posten bei Twitter und Facebook kann man eine Nachricht editieren.

 

Yourls war da deutlich einfacher gestrickt und hat jeden neuen Blog-Post nach einem gewissen Schema bei Twitter gepostet. Vorsicht gilt nur bei einer Einstellung: Standardmäßig holt Social alle Tweets in den heimischen Blog und postet dort auch alle Antworten anderer Twitter-User. Diese Funktion sollte man unbedingt abschalten, weil sonst der eigene Blog schnell geflutet wird. So geht’s:

"Pull in social comments from Facebook and Twitter" sollte auf No stehen

“Pull in social comments from Facebook and Twitter” sollte auf No stehen

 

Twitter-Widget mittels “Twitter Tools”

Auf Social setzt “Twitter-Tools” auf und bietet ein praktisches Widget, um neue Tweets auf der Blog-Startseite anzuzeigen. Die Tweets werden automatisch alle 15 Minuten heruntergeladen und angezeigt. Auf Wunsch können die eigenen Tweets in den heimischen Blog geholt werden. Wer’s mag. :-)

Fritzbox: “Der Cloud, der man traut” fehlen wichtige Funktionen

Liebend gerne würde ich meine Daten – vor allem Fotos – auf einer Festplatte in meiner Wohnung lagern und trotzdem Freunde und Familie freigeben können. Bisher nutze ich dafür Dropbox, weil der Dienst das Verteilen von Bildern extrem einfach und komfortabel macht.

Mit Interesse verfolge ich entsprechend die Bemühungen von AVM, seine Fritzboxen um eine MyFritz-Funktion (Slogan: “Die Cloud, der man traut”) zu erweitern. Vergangene Woche stellte AVM das Update 5.50 vor und macht die Box damit noch komfortabler.  Aber leider fehlen noch mit entscheidende Funktionen, um die MyFritz-Dienste zu einer echten Alternative zu Dropbox zu machen.

 

Werbebild für MyFritz. Quelle: AVM

Werbebild für MyFritz. Quelle: AVM

Sync-Apps

Eine der bisher unschlagbaren Vorteile von Dropbox ist die weite Verbreitung einfacher Sync-Apps, die den Datenaustausch im Hintergrund lösen. Dropbox unterstützt alle gängigen Plattformen (Windows, Mac, Linux, iOS, Android, Blackberry, Kindle Fire) und macht so den Datenaustausch extrem komfortabel. AVM hat jetzt Apps für iOS und Android angekündigt, die den Zugriff auf die Daten online erlauben. AVM sollte weiter gehen und zumindest Windows und Mac unterstützen und ein lokales Caching erlauben. Die Zeiten, in denen Nutzer Netzwerk-Laufwerke mounten wollten, sind vorbei. Und Dropbox hat auf iOS und Android mit dem automatischen Bilder-Upload einen weiteren Vorsprung.

Bilder-Browser

Vor allem Privatleute – und diese Zielgruppe hat AVM klar im Visier – teilen über das Netzwerk gerne Fotos. Zwar bietet MyFritz standardmäßig auch einen Foto-Ordner, aber eben keinen Bilder-Browser. Im Bilder-Reiter werden die Bilder bestenfalls (funktioniert leider nicht immer!) als Thumbnail angezeigt, aber ein Klick öffnet nicht etwa das Bild im Vollformat sondern startet lediglich einen Bilder-Download.

Freigabe von Dateien und Ordnern

Große Dateien per E-Mail oder USB-Stick zu verschicken, ist ein Graus: E-Mails werden unnötig aufgepumpt und ein USB-Stick ist immer dann nicht zu finden, wenn man ihn braucht. Kurz: Das Freigeben von Dateien und Ordnern ist eine feine Sache. AVM hat mit dem Firmware-Update 5.50 so eine Funktion eingeführt, aber leider verweigern Safari und Chrome den Zugriff, weil das SSL-Zertifikat als nicht vertrauenswürdig eingestuft wird. Nur über Umwege kann man die Datei dann herunterladen – und dies dürfte nicht gerade das sein, was man von der “Cloud, der man vertraut” erwartet.

Bei der hohen Verbreitung könnte AVM noch einen Schritt weitergehen und die Synchronisation zwischen einzelnen Fritzboxen unterstützen. So wären die Daten für die Anwender lokal verfügbar, wenn sie den Rechner hochfahren und müssten nicht erst dann heruntergeladen werden. Uploads könnten zunächst auf das lokale NAS erfolgen und dann hochgeladen werden. Gerade bei umfangreichen Uploads ein unschätzbarer Vorteil.

Kostenpflichtiges Update?

Nun könnte man argumentieren, dass AVM die Firmware kostenfrei zu Verfügung stellt und sie  in erster Linie als Verkaufsargument für die Hardware betrachtet. Warum sollte das Unternehmen also so viel Mühe in eine Cloud-Lösung investieren? Nun, man könnte so eine Funktion als kostenpflichtiges Update auf den Markt bringen und als Erweiterung des Basis-Systems verkaufen. Das dies geht, beweist AVM immer wieder im Fritz!-Labor, wo immer wieder Erweiterungen zur normalen Firmware angeboten werden.

Was fehlt noch? Welche Funktion wäre für Euch ein Grund, die AVM-Cloud mit lokaler Speicherung zu nutzen? AVM bietet ein Feedback-Formular an.

Telekom: 14 Minuten Hotline und drei Mitarbeiter, um ein Austauschgerät zu bekommen

Sollte René Obermann in seinem Konzern Einsparpotential suchen, sollte er die Hotline effizienter machen. Geschlagene 14 Minuten hat es heute Abend gedauert, um ein Austauschgerät für meinen defekten Entertain-Receiver 301 zu bestellen. In dieser Zeit habe ich drei Telekom-Mitarbeiter beschäftigt und durfte zweimal meine Rufnummer nennen – obwohl die Computerstimme direkt am Anfang gefragt hat, ob das Problem den Anschluss betrifft, von dem ich aus anrufe. Der zweite Gesprächspartner wollte wissen, ob es Störungen bei meiner DSL-Verbindung gibt und Gesprächspartner Nummer drei fragte nach der Seriennummer des defekten Gerätes – das ich wohlgemerkt von der Telekom gemietet habe und das zum Zeitpunkt des Anrufs auch online war.

Dabei könnte es doch so einfach sein: Der erste Ansprechpartner erfährt von seinem Computer, wer ich bin und das meine DSL-Verbindung seit 3 Uhr heute Nacht (automatische Trennung durch die Fritzbox) stabil ist. Er führt die Standard-Prozedur, die bei ständigen Neustarts des Entertain-Receivers helfen soll (Vier mal über den Schalter ein und ausschalten, damit die Box ein manuelles Software-Update durchführt) und klickt dann im System “Austauschgerät zuschicken” an. Fertig. Das hätte nur wenige Minuten gedauert – und der Telekom Geld gespart.

Eure Projekte sind ein Witz gegen Curiosity

Wer beruflich technische Projekte organisiert und leitet, sollte sich unbedingt das folgende Video über die Herausforderungen bei der Landung von Curiosity anschauen. Ehrlich, dagegen sind viele IT-Projekte ein Witz.