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Das Ende der Web-Applikationen (Google Reader, Google Mail)?

Lokal installierte Programme sind – wenn man Google glauben schenken möchte – von gestern. Die Zukunft gehört den Web-Apps, die im Browser laufen und von überall Zugriff auf die selben Daten erlauben. Google hat eine ganze Palette dieser Dienste entwickelt: Google Mail, Google Docs, Google Calendar und nicht zu vergessen den Google Reader. Viele Monate habe ich diese Dienste intensiv genutzt, denn ein Browser-Fenster ist auf meinem Rechern eh ständig geöffnet und die Dienste boten oft mehr Leistung als lokal installierte Programme. Besonders praktisch ist es, dass man auch im Büro oder unterwegs auf die selben Daten zugreifen kann.

Doch inzwischen nutze ich wieder öfter lokal installierte Programme.

  • Reeder ist so ein Paradebeispiel. Das Programm erlaubt das komfortable Lesen der neuesten Nachrichten im eigenen Google-Reader-Account und läuft auf iPhone, iPad und Mac. Wer Reeder einmal benutzt hat, startet den Google Reader nur noch im Notfall. Reeder ist viel komfortabler, bietet Schnittstellen zu Twitter, Facebook, Readitlater und Co – und sieht einfach schicker aus. (Toller Artikel dazu: “In Zürcher Café entwickelte iPad-App erobert die Welt” bei NZZ.ch)
  • Sparrow dagegen hat Google Mail auf meinem Rechner ersetzt.  Das Programm ist sehr minimalistisch und erinnert eher an einen Twitter-Client. Großer Vorteil im täglichen Einsatz: Das kleine Fenster ist ständig offen und erlaubt einen schnellen Blick in den Posteingang, wenn neue Nachrichten eintrudeln. Vorbei die Zeit, in der ein “Ding” meine Neugierde so lange reizte bis ich im Google-Mail-Fenster nachgeschaut hatte. Nettes Detail: Per Facebook holt sich Sparrow die Bilder meiner Freunde – und macht so den Posteingang noch schneller überfliegbar.
  • Readitlater ist ein perfekter “digitaler Zeitungsstapel” und während das Sammeln der Artikel im Browser läuft, nutze ich zum Lesen nur die gleichnamigen iPad- und iPhone-Apps. Die Web-Version von Readitlater ist fürs Lesen der gesammelten Artikel schlicht unbrauchbar. Deshalb freut es mich, dass die Entwickler per Twitter bestätigt haben, dass eine Mac-App zumindest auf ihrer Todo-Liste steht.

Die Liste ließe sich fortsetzen. Im Kern bleibt: Cloud-Dienste wie Google Reader und Google Mail sind praktisch, um von mehreren Rechnern aus auf den selben Datenbestand zuzugreifen. Aber das Abrufen mache ich inzwischen wieder lieber über lokal installierte Applikationen.

Wie sieht es bei Euch aus? Wer nutzt noch den Google Reader im Web-Browser? Wer nutzt zwar Google Mail  - aber mit einem Mailclient wie Thunderbird oder Sparrow?

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