E-Book-Leser sind „unkultiviert, bequem, kontaktscheu und gierig“

Warum sind einige Journalisten so technikfeindlich? Christian Lund – laut Impressum Mitglied der Online-Redaktion der Neuen Westfälischen – schreibt unter der durchaus humorvollen Überschrift „Buchladen statt Buch laden“ (der Text ist leider nicht mehr online!) ein Plädoyer für das gedruckte Buch.

E-Book-Nutzer sind nach seiner Einschätzung „Unkultiviert, bequem, kontaktscheu und gierig“ und wollen mit der Zahl der Bücher auf ihrem Gerät nur angeben. Weiter heißt es „Nur mit einem echten Buch haben Sie im Urlaub die Chance auf ein Rendezvous.“. Die merkwürdige Logik hinter diesem Satz: Nur wenn man ein Buch in der Hand hält, fragen andere Menschen nach dem Lesestoff. Hat man dagegen einen E-Book-Reader in der Hand, würde man sich ja nur über die Anzahl der Bücher auf seinem Gerät unterhalten – nicht über den Inhalt. Letztes Argument für das echte Buch: Es könne überall gelesen werden – und nicht nur da, wo eine Steckdose sei.

Wer so einen Unsinn schreibt, hat vermutlich noch nie einen E-Book-Reader benutzt. Sonst wäre er überrascht, wie lange so ein Akku hält und wie praktisch es ist, mehrere Bücher für den Urlaub in einem so kleinen Gehäuse zu transportieren. Aber vermutlich schleppt der Autor in den Urlaub auch seine komplette Vinyl-Sammlung nebst Schallplattenspieler mit und packt für die kurze Recherche auch den Brockhaus in den Koffer.

Ein Gedanke zu „E-Book-Leser sind „unkultiviert, bequem, kontaktscheu und gierig““

  1. Was für ein Blödsinn, Romane lese ich auch lieber als Print-Buch Ausgabe, aber Bücher zu Online Marketing oder Persönlichkeitsentwicklung und anderen „Fortbildungsthemen“ kann man auch sehr gut auf dem Kindle lesen, ist auch günstiger als die Print-Ausgabe und irgendwann ist das Buch-Regal voll :-).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.