Blog-Parade: Wie träumt Ihr Euch die Medien der Zukunft

Anita Grasse hat auf ihrer Website eine Blog-Parade mit der Frage „Wie träumt Ihr Euch die Medien der Zukunft“ gestartet und hier sind meine Gedanken zu dem Thema.

Vorab: Ich bin ein News-Junkie und deshalb intensiver Twitter-User und RSS-Feed-Leser. Morgens und im Auto läuft das Radio (fast immer SWR3, sonst WDR2 oder WDR5) und tagsüber surfe ich alle paar Stunden zu einigen Nachrichten-Portalen, um die Lage im Blick zu behalten. Abends schaue ich dann häufig das heute journal und einmal in der Woche lese ich den Spiegel – auf dem iPhone.

Personalisierung und On Demand

Trotzdem habe ich häufig das Gefühl, die für mich wichtigen Informationen zu verpassen. Morgens vor dem Aufstehen würde ich gerne eine Zusammenfassung der Nachrichtenlage hören, aber immer wieder werde ich vor oder nach den Nachrichten von unserem Sohn geweckt und verpasse so die 5-Minuten-Nachrichten im Radio.

Wenn ich im Bad bin, interessieren mich primär zwei Fakten: Wie wird heute das Wetter und wie gut komme ich zur Arbeit. Wie genial wäre es, wenn mein Spiegel diese Informationen anzeigen könnte. Idealerweise mit dem Hinweis, dass ich Gas geben sollte, weil ich laut Büro-Kalender um 9.30 Uhr einen Termin habe und die A46 voll ist. Nebenbei könnte mich der Spiegel – oder der Kleiderschrank – darauf hinweisen, dass ich einen wichtigen Termin habe und deshalb Anzug statt Jeans tragen sollte. Heute renne ich des öfteren auf der Suche nach meinem Handy durch die Wohnung, um diese Informationen zu bekommen.

Kurz: Ich möchte die für mich relevanten Informationen zum richtigen Zeitpunkt bekommen, ohne sie gezielt abfragen zu müssen.

Dazu gehört für mich auch, dass ich jederzeit die Möglichkeit habe, mich über bestimmte Themen detaillierter zu informieren – jetzt oder später. Wie praktisch wäre es zum Beispiel, wenn ich im Radio ein kurzes Update zu einem Thema hören würde und die Möglichkeit bekäme, dieses Thema zu abonnieren? Nebenbei wäre die Information auch für Redaktionen interessant, weil man dann ständig wüsste, was die Leute interessiert und ob ein Thema schon „durch“ ist.

Bitte keine Wiederholungen

Ein anderes Ärgernis, das sich hoffentlich lösen lässt: Ich brauche keine Wiederholung ein und der selben Information. Und ich muss bei reinen Fakten nicht mehrere Quellen lesen. Das ist ein Punkt, der mich bei meinem RSS-Reader massiv stört: Taucht irgendwo auf der Welt ein neues Apple-Gerücht auf, liest man davon erst bei Twitter, dann auf US-Seiten und dann – ein paar Stunden oder gar Tage später – liefern deutsche Redaktionen eine Übersetzung ohne weitere Details. Wie praktisch wäre es, wenn eine Software daraus die Originalquelle und zusätzlich Infos aus anderen Quellen zusammenfassen könnte.

Deutsche Zeitung oder australischer Blogger?

Insgesamt 103 Nachrichten-Quellen überwache ich dank RSS-Reader, dazu kommen Tweets von 603 Twitter-Usern. Ob eine gute Nachricht aus einer klassischen Redaktion stammt oder von einem australischen Blogger interessiert mich offen gestanden immer weniger. Entscheidend ist, ob die Information für mich nützlich und der Text gut geschrieben ist.

Bezahlen? Ja, klar!

Ein Dienst, der mir die richtigen Infos zur richtigen Zeit ohne lästige Wiederholungen liefern könnte, würde selbstverständlich von mir auch dafür bezahlt. Auch, weil ich enorm viel Zeit sparen und Komfort hinzugewinnen könnte.

Blogparade: Was ich mit 1 Million Euro machen würde

Jochen Mai hat auf Karrierebibel.de zu einer Blogparade aufgerufen. Seine Frage: „Was würden Sie mit einer Million Euro machen?“ Unter allen Teilnehmern, die bis 27. April 11 Uhr, einen Beitrag zu dem Thema verfassen, verlost er zehn Jahreslose der Deutschen Fernsehlotterie.

Wenn ich in den Medien höre, dass ein Lotto-Gewinner ein oder mehrere Millionen gewonnen hat, spiele ich mein Szenario für den Fall kurz durch:

  • Im ersten Schritt würde ich den Wohnungskredit mit einem Schlag abbezahlen. Egal, was danach passiert, das „Thema“ wäre vom Tisch.
  • Die Versuchung wäre natürlich groß, meinen Golf gegen einen Porsche 911 zu tauschen. Denn, Hand aufs Herz: Ich mache mir zwar wenig aus Autos, weil ich damit in erster Linie von A nach B kommen möchte, aber wenn das Geld plötzlich da wäre, wäre der Reiz wohl größer als die Vernunft.

Nach diesen zwei Investitionen würde ich den Rest des Geldes sicher anlegen. Welch Trauerspiel, dass es dafür derzeit kaum Zinsen gibt. Rechnet man mit zwei oder drei Prozent Rendite, wäre das Geld leider kein Ersatz für einen richtigen Job. Zumal man den Gewinn versteuern müsste. Aber gut, der ein oder andere Luxus mehr wäre dann drin. Zum Beispiel eine Tankfüllung für den Porsche. 🙂 Oder mal wieder eine tolle Kreuzfahrt mit Aida.

Auswandern oder den Job bei RP ONLINE kündigen? Beides für mich keine Option. Denn letztlich reizt es mich mit an der Zukunft des Journalismus zu arbeiten. Und das Haus in Sausolito sowie die Penthouse-Wohnungen in New York und Hamburg wären mit einer Million Euro eh nicht zu finanzieren.

„Special.T“ – die Nespresso-Maschine für Tee

Ja, ich war skeptisch als ich im Düsseldorfer Nespresso-Laden an der Kö die Tee-Maschine aus dem Hause Nestlé entdeckte: Tee aus der Maschine soll schmecken? Dann bot mir die Dame einen Pfefferminz-Tee an und was soll ich sagen, das Heißgetränk schmeckte sehr gut. Für mich deutlich besser als der Teebeutel, den ich ab und zu ins heiße Wasser tauchte. Als Nestlé dann vor ein paar Wochen Bestandskunden 50-Euro-Gutscheine für eine Special-T-Maschine schenkte, griff ich zu.

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Die erste Box von Outfittery – fast ein Volltreffer

Auf Empfehlung von Oliver Havlat habe ich mich vor zwei Wochen bei Outfittery.de angemeldet. Der Clou dieses Online-Shops ist schnell erklärt: Mann (!) gibt bei der Anmeldung allerlei Informationen über seine Kleidung an (Größe, Lieblingsfarben und -muster sowie Preise) an und vereinbart dann einen Telefontermin mit seiner „Style-Expertin“. Die stellt einem daraufhin eine Box mit Kleidung zusammen und man kann zu Hause entscheiden, was man behält und was man zurückschickt.

Heute kam per DHL in die Packstation die Box mit „meinen“ Klamotten. In meinem Fall: Ein Sakko, zwei Hosen, Schuhe und zwei Outfits (Hemd und Pullover) sowie ein Gürtel. Und, was soll ich sagen: Wow! Ok, das Sakko in pink war mir viel zu schrill und wanderte direkt wieder in die Box. Aber die Hosen sehen super aus (passen nur leider nicht, weshalb ich sie jetzt in einer anderen Größe nachbestelle) und eine Hemd-Pullover-Kombination hatte ich fast identisch im Schrank, weshalb sie auch wieder zurückgeht. Schuhe, Gürtel und ein Outfit sind gleich in den Wäschekorb gewandert, um in Kürze in meinen Kleiderschrank einzuziehen.

Und die Preise? Bei der Anmeldung fragt Outfittery nach den Summen, die man bereit ist, für bestimmte Klamotten zu bezahlen. Die Preise können mit dem Handel locker mithalten – aber man spart sich halt Parkgebühr und Benzin.

Kurz: Outfittery.de hat mich überzeugt. Zumal man keine Verpflichtung eingeht: Wenn ich wieder Klamotten brauche, bestelle ich einfach eine Box und das Spiel geht wieder von vorne los.

Wer Outfittery.de nun auch ausprobieren möchte, geht bitte über folgenden Link. Dann bekommen Du und ich einen 20-Euro-Gutschein, sofern Du am Ende für mindestens 100 Euro Klamotten behälst. Deal?

Meine virtuelle Assistentin

„Was bitte ist eine virtuelle Assistentin?“ – die Frage höre ich in letzter Zeit immer wieder, wenn ich berichte, dass Ulrike – meine virtuelle Assistentin – E-Mails von Pressekonditionen.de beantwortet und für ich zum Telefon greift. Ich gebe zu, auch ich war ein wenig verwundert, als ich vor ein paar Jahren im Buch „Meconomy“ von Markus Albers von virtuellen Assistenten las. Was zunächst verrückt klang, ist in der Praxis super! Ich möchte von meinen Erfahrungen berichten und Tipps geben für die Zusammenarbeit mit einer virtuellen Assistentin.

Was ist eine virtuelle Assistentin?

Virtuell bedeutet, dass die Person nicht im selben Büro sitzt – sondern irgendwo auf der Welt. Dank Telefon, E-Mail und Skype ist das aber kein so großes Problem, wie es im ersten Moment klingt. Und virtuell bedeutet auch, dass die Person in der Regel für mehrere Kunden arbeitet und bei einer Firma engagiert ist, die virtuelle Assistenten vermittelt.

Wer schon einmal versucht hat, einen Studenten legal zu beschäftigen, um Arbeit zu delegieren, hat vermutlich ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich: Der Umgang mit Arbeitsagentur, Minijob-Zentrale und Unfallversicherung frisst nicht nur Geld, sondern auch Zeit – und genau die wollte man ja zu Beginn eigentlich einsparen. Und wenn die Person ausfällt, muss man selbst Ersatz finden.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit?

In der Regel bucht man bei Firmen, die virtuelle Assistentin vermitteln, ein Stundenpaket. Bei der Firma Mein-Virtuellerassistent.com (bei der Ulrike beschäftigt ist) habe ich zum Beispiel zum Start ein Fünf-Studen-Paket für 79 Euro per Paypal gebucht. Innerhalb eines Tages stellte sich Ulrike bei mir vor und ich konnte meine erste Aufgabe – das Abtelefonieren von rund 200 Firmen, die noch nicht auf die jährliche Bitte um Bestätigung ihres Rabatteintrages bei Pressekonditionen.de reagiert hatten – delegieren. Pro Telefonat hatte Firmenchef Luis Miranda fünf Minuten geschätzt, die ganze Aktion sollte also in rund 17 Stunden zu schaffen sein.

Inzwischen beantwortet Ulrike zweimal in der Woche die E-Mails im Pressekonditionen.de-Posteingang, aktualisiert selbstständig Rabatteinträge und ruft Firmen an, die nicht auf E-Mails reagieren oder um Rückruf gebeten haben. Ihre Arbeit habe ich zumindest am Anfang sehr genau im Blick behalten, um hier und da Tipps zu geben. Die Qualität der Arbeit und die gezielten Rückfragen zu Details, die ich noch nicht erklärt hatte, haben mich aber von Anfang an begeistert. Auch so ein Vorteil der virtuellen Assistentin: Die vermittelnden Firmen schulen ihre Mitarbeiter und sichern so eine hohe Qualität der Arbeit.

Ich konzentriere mich darauf, die E-Mails zu beantworten, die sie noch nicht beantworten kann (und deshalb in einen Ordner meines Postfaches legt) – und betreue die Werbekunden von Pressekonditionen.de persönlich.

Was gilt es zu beachten?

Reden, reden, reden! Gerade in der ersten Zeit sollte man regelmäßig mit der virtuellen Assistentin telefonieren und das „Big Picture“ erklären: Was ist das Ziel meiner Firma und was ist mir besonders wichtig? Auch sollte man für die zu delegierenden Aufgaben ein Handbuch erstellen, das möglichst viele Fragen beantwortet. Gerade zu Beginn wird es viele Rückfragen und Unklarheiten geben, die man schnell beantworten sollte. Ein weiteres Learning: Telefonieren ist besser als mailen. Als ich vor drei Jahren einen virtuellen Assistenten bei der Firma GetFriday in Indien hatte, habe ich viele Stunden damit verbracht, Powerpoint-Präsentationen zu basteln, um die Aufgaben Schritt für Schritt zu erklären. Letztlich der falsche Weg, denn ein Telefon führt schneller zum Ziel. Dank Skype kann man schnell mal den eigenen Bildschirm übertragen, um die einzelnen Arbeitsschritte zu erklären.

Idealweise hat man zu Beginn eine Aufgabe, die sich oft wiederholt und schon sehr stark automatisiert ist. In meinem Fall nutze ich zum Beispiel seit  Jahren Textbausteine, um E-Mails der Rabatt-Anbieter schneller zu beantworten. Das hilft natürlich auch der virtuellen Assistentin, Anfragen schnell zu beantworten. Zu dem Zweck habe ich Ulrike gebeten, die selbe E-Mail-Software (in meinem Fall Postbox) zu benutzen und das Plugin Quicktext zu installieren.

Als ich im Jahre 2010 die Firma GetFriday engagierte, habe ich schnell eine Sache gelernt: Wenn Arbeitszeit plötzlich Geld kostet, findet man hier und da viele Aufgaben, die man bis dato selbst erledigt hat – und die sich mit geringem Aufwand noch weiter automatisieren lassen. Viele Aufgaben bei Pressekonditionen.de habe ich seither weiter automatisiert und so läuft das jährliche Überprüfen der rund 1100 Rabattanbieter inzwischen mit nur wenigen Klicks, weil die Firmen jetzt über ein Formular bestätigen, dass ihr Rabatt weiterhin korrekt ist – statt eine E-Mail zu schreiben, die dann von einer Person bearbeitet werden muss.

Brauche ich eine virtuelle Assistentin?

Viele werden diese Frage zunächst sicher mit Nein beantworten. Für Privatpersonen mag das stimmen, aber vor allem Selbstständige und Freiberufler dürften schnell Aufgaben entdecken, die sie nicht zwingend selbst erledigen müssen: Termine vereinbaren, E-Mails beantworten, Telefonate erledigen, Rechnungen schreiben und so weiter – die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Aber auch Privatpersonen können Aufgaben delegieren und so mehr Freizeit haben.

Wer das Angebot der Firma mein-virtuellerassistent.com ausprobieren möchte, bekommt mit dem Gutschein-Code MVAG2131634 eine Stunde geschenkt. Ich erhalte im Gegenzug zwei Stunden geschenkt.