Ossi-Tour (Teil 1): Erfurt

Aida-Kreuzfahrt? Eine Woche Kalifornien? Nein – in diesem Jahr geht es zwei Wochen durch Ostdeutschland – mit dem neuen Touran. Sonntag ging es los: Von Solingen nach Erfurt. (Die Wartburg haben wir aufgrund der heißen Außentemperaturen ausgelassen.)

Aus unserem Hotelzimmer im zehnten Stock des Radisson Blu Erfurt haben wir Blick auf den Erfurter Dom. Erster Eindruck: Wow, was für eine Altstadt. Ein erster Spaziergang bestätigt die Einschätzung. Ein schönes Haus steht neben dem anderen. Sehr schön werden moderne Häuser in die Altstadt-Fassade integriert.

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Besonderes Highlight der Stadt ist der Erfurter Dom mit der Gloriosa – mit einem Durchmesser von 2,57 Metern die größte freischwingende Glocke der Welt. Direkt dahinter die Citadelle Petersberg. Von dort oben genießt man einen wunderschönen Blick auf die Landeshauptstadt von Thüringen. Ein Regenschauer treibt uns in das Restaurant Glashütte. Eine viel größere Regenschauer lässt uns gleich zu Mittagessen. Thüringer Rostbratwurst mit Kartoffelpüree und Sauerkraut. Tolles Essen vor guter Kulisse – und das zu einem vernünftigen Preis.

Nachmittags regnet es. Wir machen eine Pause im Hotelzimmer und genießen den Blick von oben.

Morgen geht es über Weimar weiter nach Leipzig.

 

Darf ein Staat foltern? (Filmkritik Unthinkable)

Die Ausgangslage des Films ist einfach: Ein zum Islam konvertierter US Amerikaner erklärt, drei schmutzige Bomben (also mit Nuklearmaterial) in drei amerikanischen Großstädten platziert zu haben. Gehen die Bomben hoch, würden sechs bis zehn Millionen Menschen sterben. Kurz nach dem Absenden des Videos lässt sich der Mann von der Polizei festnehmen und wird vernommen. Er sagt aber nichts, so dass FBI und ein „freier“ Verhörspezialist der sich nur H nennt (super gespielt von Samuel L. Jackson) das Verhör übernehmen.

 

Während die FBI Agentin Helen Brody (Carrie-Anne Moss – die Frau aus Matrix) vehement für die Einhaltung der Menschenrechte kämpft, verweist H. immer wieder auf den drohenden Tod von zehn Millionen Menschen und vertritt den Standpunkt, dass ein Terrorist keine Menschenrechte hat. Obwohl er – mit Billigung von „ganz oben“ – den Terroristen Yusuf (Michael Sheen) foltert, verrät dieser nichts. Die Diskussion wird immer verbissener geführt, zumal H. keine Grenzen kennt und immer brutaler wird.

Der Film – der es in Deutschland nie in die Kino schaffte – wirft eine spannende Frage auf. In Deutschland erinnert er an de Fall des entführten Bankiersohns, dessen Entführer von der Polizei Folter angedroht (!!) wurde, um das Versteck des Jungen zu finden. Zu diesem Zeitpunkt wusste niemand, dass dieser schon tot war.

Das Ende des Films lässt die Frage, ob brutale Folter in einer solchen Situation erlaubt ist, offen.

Bequeme Backups in der Cloud (Mozy, Crashplan, Strato oder Amazon S3?)

Natürlich hängt an meinem MacBook Air eine externe Festplatte, auf die mittels TimeMachine stündlich Backups gespeichert werden. Doch was passiert, wenn diese Festplatte defekt sein sollte oder gar die Wohnung abbrennt? Lange Zeit hieß meine Antwort auf die Frage: Mozy. Die EMC-Tochter bot für 5 US-Dollar im Monat unbegrenzten Speicherplatz im Web an. Eine perfekte „Einmal installieren und dann vergessen“-Lösung. Zwar dauerte der erstmalige Upload von rund 150 GByte mehrere Tage, aber danach kamen nur noch kleinere Updates dazu. Dumm nur, dass Mozy kürzlich ein neues Preismodell vorgestellt hat: Jetzt zahlt man mehr Geld (10 statt 5 US-Dollar/Monat) für weniger Leistung (max 125 GByte statt unendlich). Es war also Zeit für eine Alternative.

Die neue Lösung sollte mehrere Kriterien erfüllen:

  • Zuverlässige Backup-Ergänzung zur lokalen TimeMachine-Sicherung
  • Speicherung meiner Daten bei einem seriösen Anbieter (möglichst in Deutschland, zumindest Europa)
  • Kostengünstig

Zwei Anbieter machten zunächst einen guten Eindruck:

  1. Unter dem Namen „Hidrive“ bietet Strato kostengünstig eine Online-Festplatte an, die sich mittels FTP, WebDav und Web-Browser nutzen lässt. Bis Ende März 2011 gibt es im Rahmen einer CeBIT-Aktion für 1 Euro pro Monat 100 GByte Speicherplatz. Nach 12 Monaten zahlt man dann 4,95 Euro im Monat. Ein  kurzer Test zeigte: Der Speicherplatz war schnell eingerichtet und ließ sich problemlos nutzen. Nur: Es fehlt eine komfortable Backup-Software, die man einmal einrichtet und die dann im Hintergrund arbeitet.
  2. Humor bei der Wahl des Produktnamens beweist der Anbieter Code42 mit „Crashplan„: Der Backup-Dienst ist ein richtiger Alleskönner. Die User-Daten werden auf Wunsch auf einer externen Festplatte, im Online-Speicher von Crashplan oder sogar per Internet bei einem Freund gespeichert. Der Client läuft unter Java und damit sowohl unter Windows als auch unter Mac OS. Unbegrenzt viel Speicherplatz kostet 5 US-Dollar im Monat – den Preis kenne ich doch irgendwo her. Nachteil hier: Der Anbieter gibt nicht Preis, wo die Daten gespeichert werden und spricht nur nebulös von mehreren Rechenzentren rund um den Globus. Zudem bleibt die Sorge, das auch Crashplan – wie jüngst Mozy – die Preise anheben wird.

Dritte Alternative ist Amazon S3. Der Online-Shop-Betreiber vermietet inzwischen auch Speicherplatz in seinen Rechenzentren an. Bezahlt wird nach Speicherplatzverbrauch und transferierter Datenmenge. Gespeichert wird in Irland, also immerhin innerhalb der EU. Fehlt die passende Backup-Software, denn ein Datenbackup mittels FTP macht wenig Sinn. Fündig werde ich bei Arq. Die Mac-Software kostet einmalig 30 US-Dollar und ist genau das, was man sich unter einem guten Backup-Programm vorstellt: Klein, einfach eingerichtet und auf den ersten Blick zuverlässig. Bequem lassen sich Amazon-Zugangskennung und Budget einstellen. Die Software speichert dann immer so viele Daten wie das Budget zulässt. Wie TimeMachine werden stündliche Backups erstellt und ältere Versionen automatisch gelöscht. Nachteil? Naja, Amazon S3 ist nicht so günstig wie Crashplan und Strato – auf der anderen Seite vertraue ich diesem Anbieter mehr. Und mit Arq habe ich eine sehr gute Backup-Lösung  für die wichtigsten Daten gefunden.