Eine Woche Weißenhäuser Strand (Ostsee)

Was macht man, wenn man eine Woche Urlaub im März hat? Unsere erste Idee: Teneriffa und Co, weil es da warm ist. Unsere zweite Idee: Ein Apartment am Strand mieten, wo es in der Nähe ein großes Schwimmbad oder einen Indoor-Spielplatz gibt. Letzteres haben wir gefunden, am Weißenhäuser Strand – einer Ferienanlage an der Ostsee – mit Schwimmbad UND Indoor-Spielplatz.

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Ossi-Tour (Teil 5): Rügen

„Rügen – da müsst Ihr unbedingt mal hin“ – so der wiederholte Tip einer Freundin aus Berlin. Nach den vielen Städten erschien uns die Insel in der Ostsee als eine gute Erholungsstation. Erster Eindruck nach der Überquerung des Rügen-Damms: Das soll eine Insel sein? Zwar sind die Straßen deutlich kleiner – aber Wasser ist nur selten zu sehen. Dagegen dominieren Wälder und Felder die Landschaft. Die Fahrt bis nach Trent (an der Nord-West-Spitze) ist sehr leicht: Es geht fast immer geradeaus und nur alle paar Kilometer müssen wir abbiegen – bevor es wieder mehrere Kilometer geradeaus geht.

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Ein erster Ausflug führt zu den Kreidefelsen in der Nähe von Sassnitz. Clever gemacht: Die Zufahrt zu den Aussichtspunkten ist verboten- so dass alle Besucher auf einen kostenpflichtigen Parkplatz und einen Zubringer-Bus (ebenfalls kostenpflichtig) ausweichen müssen. Vor Ort kostet der Eintritt in den Park weitere sechs Euro pro Person. Dafür gibt es dann weiße Felsen – mit viel Bäumen. Nebenbei: Den Park-Eintritt kann man sich sparen, denn die Aussichtspunkt „Victoria-Sicht“ ist kostenfrei – und nebenbei deutlich besser. 🙂

Am Mittwoch geht es nach Binz und Sellin. Binz ist die größte Stadt der Insel – und ein richtig schöner Strand- und Badeort. Ein weißer Sandstrand lädt zum Spazieren gehen ein – und die Pensionen und Hotels mit Meerblick sind wunderschön. Enttäuschend dagegen Sellin. Die angeblich so sehenswerte Seebrücke ist deutlich kürzer als von Fotos erwartet – und die Stadt ist nur durch eine steile Treppe mit dem Meer verbunden. Von der Seebrücke sieht man daher keine Stadt – sondern nur – genau – Wälder.

Donnerstag fahren wir nach Hamburg. Für mich ja immer noch die schönste Stadt Deutschlands. Damit endet die Ossi-Tour.

 

Ossi-Tour (Teil 4): Dresden

Nach Erfurt, Weimar und Leipzig ging es am Freitag nach Dresden. Semper Oper (nein, nicht der Sitz der Radeberger Brauerei – auch wenn das offenbar viele Touristen glauben!), Frauenkirche und viele andere Highlights standen auf dem Programm. Ein erster Spaziergang führte auf den Turm der 2005 neu erbauten Frauenkirche. Für acht Euro Eintritt bekommt man einen tollen Blick auf die Stadt. Wieder unten, geht es zum Altmarkt. Dort steht die letzte Dresdner Bank Filiale der Welt – offenbar möchte die Commerzbank die Namensrechte schützen.

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Am Samstag spazieren wir an der Elbe entlang, bevor wir am Nachmittag eine Standrundfahrt mit einem roten Doppeldecker-Bus machen. Eine gute Möglichkeit, auch die etwas entfernteren Sehenswürdigkeiten zu sehen. Nicht so spannend war dafür die Fahrt mit der Standseilbahn zum Stadtteil Weißer Hirsch. Die Aussicht auf das Elbtal war nicht so doll. Mit einem Dampfschiff geht es zurück in die Stadt. Abends leckeres Abendessen in Restaurant Gänsedieb.

Festung Königstein

Am Sonntag folgen wir einem Tipp von Franziska und fahren in die Sächsische Schweiz, genauer zur Festung Königstein. Mit einer kleinen Bahn geht es bis zum Fuß der Festung, ein gläserner Aufzug führt nach oben. Beeindruckende Aussicht auf die Elbe und die Sächsische Schweiz von oben. Und viel spannende Geschichte aus dem Audioguide. Toller Tipp!

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Die Gläserne Manufaktur

Direkt am Großen Park von Dresden steht die wohl verrückteste Fabrik des VW-Konzerns. In der Gläsernen Manufaktur wird seit beinah zehn Jahren die Oberklasse-Limousine Phaeton gebaut. Für fünf Euro kann man die Produktion besichtigen – und das lohnt sich. Der Massenhersteller VW lässt sein Oberklasse-Auto fast komplett von Hand bauen – und das alles in einem schicken Glaspalast. Eine hohe Produktivität war wohl nie das Ziel.

Ossi-Tour (Teil 3): Auf der Porsche-Rennstrecke

So, die Mädchen hören hier mal kurz weg – dieser Beitrag ist für Jungs. 🙂

Denn in Leipzig gibt es nicht nur eine tolle Innenstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, sondern auch das zweite Porsche-Werk neben Stuttgart-Zuffenhausen. Hier werden Cayenne und Panamera gebaut. Auf der hauseigenen Rennstrecke werden die Fahrzeuge eingefahren und auf Wunsch kann man auch als Nicht-Porsche-Käufer ein paar Runden drehen. Keine Frage, das mussten wir einfach machen.

Die Werksführung war – anders als vor ein paar Wochen in Wolfsburg – sehr interessant. In kleinen Gruppen wird man durch die Produktion geführt und bekommt viele Einblicke (die man alle nicht fotografieren darf). Zwei Sachen haben uns erstaunt: Es wird viel von Hand gemacht (bei VW wird da mehr automatisiert) und der Cayenne kommt schon fast fertig aus Bratislava in Leipzig an. Immer wieder hören wir „Premium-Hersteller“ und „Qualität“ und natürlich „optimale Arbeitsbedingungen“. Die Führung dauert eine gute Stunde, dann wird es ernst richtig spannend.

Die Rennstrecke von Porsche ist 3,7 Kilometer lang und von der FIA als Rennstrecke zertifiziert. Heißt: Hier könnten sogar Formel 1 Testfahrten stattfinden. Wer früh genug bucht, kann sich aus der Modellpalette von Porsche ein Fahrzeug aussuchen. Als ich gebucht habe, gab es nur noch Panamera oder Cayenne zur Auswahl und ich entschied mich für einen Panamera (für Kenner: Panamera S mit 400 PS). Rund zehn Fahrzeuge gehen hintereinander auf die Strecke.

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Ein Instrukteur erklärt uns die Ideallinie und gibt per Funk immer wieder Anweisungen. Auf der Zielgeraden: „Kick down, Vollgas!“ Und, was soll ich sagen? WAS FÜR EIN SPASS!!!!! Und nebenbei ganz schön anstrengend, so ein Auto 45 Minuten lang am eigenen Limit zu fahren. Also, nicht am Limit des Autos, sondern am Limit des Fahrers.

Was der Spaß kostet? Naja, sagen wir so: Jungs reagieren auf den Preis mit einem „Nicht billiger, aber ich ist schon geil!“ und Mädchen äußern wenig Verständnis. Aber das Schicksal teilen alle Mitfahrer: Es waren ausschließlich Jungs auf der Strecke.

Ossi-Tour (Teil 2): Weimar und Leipzig

Nach Erfurt geht es zunächst nach Weimar. Hier parken wir im „Parkhaus am Goethe-Haus“ und sichern uns zunächst Karten für die Besichtigung der Herzog-Anna-Amalia-Bibliothek. Diese brannte im September 2004 lichterloh und das Löschwasser hatte viele Bücher beschädigt oder gar zerstört. Heute erstrahlt die Bibliothek und der beeindruckende Saal wieder im alten Glanz. Pro Tag dürfen aber nur 200 Besucher den Raum betreten, weshalb man entweder vorher reserviert oder – wir hatten Glück – noch Karten für Nachmittags ergattert. Die Wartezeit nutzen wir für einen Spaziergang durch die Stadt, wo an fast jeder Ecke entweder an Goethe oder an Schiller erinnert wird.

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Weiter geht es nach Leipzig. Schon auf dem Weg ins Hotel fallen uns die großen alten Bauten auf: Das Neue Rathaus (von 1905 – so neu ist es also auch nicht) und das Bundesverwaltungsgericht. Ein langer Spaziergang am zweiten Tag führt uns zu den anderen Sehenswürdigkeiten: Nikolaikirche (dem Ort der Montagsdemonstrationen) und die Thomas-Kirche, in der vor dem Altar Johann Sebastian Bach beerdigt ist (der zu Lebzeiten Kantor der Kirche war).

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Per Twitter fragen wir bei der Leipziger Volkszeitung (@lvzonline) nach, was zu den größten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört. Die Kollegen reichen die Frage gleich an Ihre User weiter und es regnet Vorschläge. Wir folgen der Empfehlung und speisen in Auerbachs Keller in der Mäder Passage. Selten eine so gute Rinderroulage mit Klößen und Rotkohl gegessen. Die Sorbet-Variation rundet das Essen ab. Der Satz am Eingang war wohl richtig.

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Donnerstag dann ein Besuch beim Völkerschlachtdenkmal. Das riesige Bauwerk wurde erst 1913 fertiggestellt und damit 100 Jahre nach dem Ende der Völkerschlacht bei Leipzig, an die es erinnern soll. Der Audio-Guide spricht fließend sächsisch und erklärt uns das Innere des Baus. Von oben genießen wir eine tolle Aussicht auf Leipzig und seine Umgebung.

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Am Nachmittag dann eines meiner Highlights der Tour: Besuch bei Porsche Leipzig und Fahrt über die hauseigene Rennstrecke. Dazu später mehr.