Synology-Backup auf HiDrive – weil Glacier viel zu langsam ist

Kürzlich habe ich ein Synology-NAS (genau: 213+) gekauft und meinen ersten Eindruck geschildert. Ein damals noch offener Schritt war die Einrichtung eines externen Backups – für den Worst Case. Bisher habe ich meine Daten lokal mittels Arq bei Amazon S3 bzw. Glacier (je nach Aktualität der Daten) gesichert und dies wollte ich auch mit dem NAS machen. Synology unterstützt von Haus aus S3 und nun auch Glacier, aber der Download gerade in den Gletscher ist unterirdisch langsam – auch nach Stunden waren nur wenige MByte hochgeladen und das trotz 10 MBit/s Upload. Weil CPU und RAM des NAS nicht am Limit arbeiten, tippe ich auf ein Problem innerhalb der Glacier-Backup-App. Das hat Synology inzwischen auch offiziell bestätigt.

Die Telekom-Tochter Strato bietet unter dem Namen HiDrive eine Alternative, die zwar deutlich teurer ist als Glacier – aber dafür mit voller Bandbreite Daten entgegennimmt und von einer eigenen HiDrive-App für Synology unterstützt wird. 100 GByte Speicherplatz kosten 5 Euro im Monat, 250 GByte 10 Euro und 500 GByte 15 Euro. Die Accounts mit 100 und 250 GByte lassen sich 30 Tage kostenfrei testen und sind dann im ersten Jahr kostenfrei. Kurzum: 250 GByte Speicherplatz für zwei Jahre kosten 120 Euro. Zum Vergleich: Glacier würde 66 US-Dollar kosten.

Weiterer Vorteil von Strato HiDrive: Die Daten lagern in Berlin und unterliegen damit dem deutschen Datenschutz
Weiterer Vorteil von Strato HiDrive: Die Daten lagern in einem Rechenzentrum in Berlin und unterliegen damit dem deutschen Datenschutz. Quelle: Strato

Ein weiterer Vorteil von HiDrive im Vergleich zu Glacier: Der Traffic ist in beide Richtungen umsonst! Das ist aus meiner Sicht eine Gefahr bei Amazon Glacier: Die Speicherung ist super günstig, aber das Zurückspielen der Daten wird nach Download-Geschwindigkeit berechnet – was alles andere als transparent ist. Zudem muss der Download erst angefordert werden und beginnt bis zu fünf Stunden später. Löscht man Daten im Gletscher bevor sie dort 90 Tage lagerten, berechnet Amazon auch Geld. Alles sehr intransparent.

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