9/11 – Wurden die USA in die Falle gelockt?

Spiegel-TV-Gründer Stefan Aust hat eine bedrückende Dokumentation zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 produziert, die in der ARD-Mediathek abgerufen (Angebot leider nicht mehr verfügbar!) werden kann. In „Die Falle 9/11 – Ein Tag, der die Welt veränderte“ stellen Stefan Aust und Detlev Konnerth eine – zumindest für mich – neue These auf: Demnach habe Osama bin Laden die USA mit den Terroranschlägen bewusst in eine Falle gelockt und ihnen einen teuren und blutigen Krieg in Afghanistan und Irak aufgezwungen aus dem sie nicht entkommen können. So schrecklich es klingt, aber demnach waren die Terroranschläge in New York und Washington nur eine Art „Lockmittel“.

Die These trifft allerdings nicht überall auf Zustimmung. Die Süddeutsche schreibt „Hier ist Aust mit seinen Co-Autoren Thomas Ammann und Detlev Konnerth dem brillant formulierenden früheren CIA-Mann Riedel in die Falle gegangen. Vielleicht lieferte aber die Falle einfach nur das Leitmotiv, das am Ende die sehr disparaten Teile, aus denen der abwechselnd brillante und dann wieder banale Film besteht, zusammenführen musste.“ und die Welt kritisiert „Was ihm nicht gelingt, ist der Beleg seiner These. Vielleicht wollte Osama bin Laden tatsächlich den Westen in einen Krieg verwickeln und damit die islamische Welt zur Unterstützung des Dschihads bewegen. Zehn Jahre nach 9/11 jedoch haben sich die Massen in den islamischen Ländern erhoben, um genau jene Ideale einzufordern, die al Qaida bekämpft und der Westen vertritt.“ Lob dagegen gibt es von Meedia.de: „Es ist schon eine Herausforderung für den Zuschauer sich am Sonntagabend 1,5 Stunden mit der detaillierten Darstellung der Ereignisse und den wuchtigen Bildern auseinanderzusetzen. Und doch lohnt es, hebt sich der anspruchsvolle Film von anderen Dokus und Erinnerungen zum Jahrestag ab.“

Ich würde sagen: Selber gucken und urteilen.

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