Gute Erfahrungen mit VOIP-Telefonie bei der Deutschen Telekom

Ich gebe zu: Als ich mit dem Umzug in die neuen Wohnung von ISDN auf IP-Telefonie gewechselt bin, hatte ich Sorge, diesen Schritt zu bereuen. Im Netz finden sich viele Berichte über schlechte Erfahrungen mit der VOIP-Telefonie der Deutschen Telekom. Die ersten zwei Tage haben meine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Die Sprachqualität war schlecht und Telefonate mussten beendet werden. Doch nach zwei Tagen waren die Probleme wie durch ein Wunder weg – und seither haben wir keine Probleme. Die Sprachqualität ist gut, die Verbindung stabil – und auch größere Downloads stören ein Telefonat nicht.

Ein Grund für die guten Erfahrungen könnte die Hardware sein: Fritzbox 7390 und zwei MT-F-Telefone, beides von AVM. Wenn es doch mal Probleme gibt, kann man in der Fritzbox die Probleme melden und AVM so bei der Verbesserung der Firmware helfen. Aber das passiert nur sporadisch und rechtfertigt nicht die Umstellung zu ISDN mit höherer monatlicher Grundgebühr.

AVM Fritzbox 7390: Bewertung der VOIP-Sprachqualität
AVM Fritzbox 7390: Bewertung der VOIP-Sprachqualität

Update: Frank Feil hatte Gelegenheit, die IP-Hardware der deutschen Telekom zu testen. Sein Testbericht über Speedport W723V, Speedphone 700 und 100 mit HD Voice ist online.

Mein Leben mit dem iRobot 780

„So klein ist das Ding?“, sagt Nina als wir den iRobot gestern Abend erstmals auspackten. Der iRobot 780 hat 35 Zentimeter Durchmesser und ist gerade mal 10 Zentimeter hoch. Im Karton stecken – neben dem Gerät – eine Fernbedienung, eine Dockingstation und zwei Leuchttürme, die „Sonny“ (so unser Spitzname für den neuen Mitbewohner) bei der Orientierung helfen sollen. Dazu ein Set Austausch-Bürsten und Filter, das im Set bei Amazon rund 40 Euro kostet. Die Docking-Station installieren wir unter der Couch, damit Jan den neuen Spielgefährten in Ruhe lässt und das Gerät trotzdem jederzeit losfahren kann.

iRobot 780 in seiner Docking-Station
iRobot 780 in seiner Docking-Station

Erster Test: Das Wohnzimmer

Los geht’s mit dem Wohnzimmer. 33 Quadratmeter Parkett ohne Teppiche. Ein ideales Betätigungsfeld für den kleinen Sonny. Ein Druck auf „Clean“ (auf dem Gerät oder an der Fernbedienung) und der kleine Sauger verlässt die Basisstation, um zu saugen. Erster Eindruck: iRobot ist leise. Kein Vergleich mit dem 2000-Watt-Miele-Sauger. Chaotisch zieht iRobot seine Bahnen durch das Wohnzimmer und saugt ganz problemlos unter der Couch bzw. zwischen den Esstisch-Stühlen. Wände oder Schränke erkennt er rechtzeitig, bremst ein paar Zentimeter vorher ab und nähert sich dann ganz langsam – bis die Berühungssensoren das Gerät stoppen und Sonny eine Drehung vollzieht, um weiter zu fahren. Nach rund 30 Minuten – in denen wir entspannt in der Küche frühstücken – fährt der Staubsauger zu seiner Dockingstation zurück und meldet mit einem Signalton seinen Erfolg. Mit dem Swiffer-Tuch gehen wir über den Boden – und finden kaum noch Schmutz. Dafür ist der Staub-Behälter des iRobots gut gefüllt – und wird einfach über dem Küchen-Eimer geleert.

Zweiter Test: Das Kinderzimmer

Jans Kinderzimmer hat auch Parkett-Boden – aber einen Teppich in der Mitte, der Fusel magisch anzieht. Wir stellen Sonny in die Mitte des Kinderzimmers, starten das Reinigungsprogramm und schließen die Tür. Während wir Einkaufen fahren, lassen wir das Gerät alleine arbeiten. Zurück zu Hause gehen wir schnell ins Kinderzimmer: Sonny hat alles perfekt gesaugt und dann an einer Stelle geparkt. Der Teppich ist sauber und sogar unter dem Bett sehen wir keinen Staub mehr. Zweiter Test bestanden.

Dritter Test: Schlafzimmer und Badezimmer

Diese Leuchttürme helfen dem iRobot bei der Orientierung.
Die Leuchttürme helfen dem iRobot bei der Orientierung.

Wir erhöhen die Komplexität und stellen Sonny ins Schlafzimmer. Die beiden Leuchttürme platzieren wir an der Tür zum Bad und an der Tür zum Schlafzimmer. Die beiden Geräte haben zwei Modi: Lightroom (damit wird der Übergang zu einem neuen Raum markiert, die der iRobot erst überschreitet, wenn der erste Raum fertig ist) oder Virtual Wall  (dann wird iRobot die Linie nicht überschreiten.). Los geht’s! Sonny saugt erst das Schlafzimmer (auch unter dem Bett bzw. unter der Kommode) und fährt dann ins Badezimmer. Unter dem Waschtisch legt er sich am Schluss schlafen. Ergebnis auch hier: Super! Alles sauber und das auch an Stellen, die wir nur mit Mühe mit dem Miele-Staubsauger erreicht hätten.

Vierter Test: Wohnzimmer, Küche und Flur

Klappt alles, wird iRobot diese Tour künftig jeden Tag fahren dürfen, um die wichtigsten Räume der Wohnung sauber zu halten. In Flur und Küche erwarten ihn anthrazitfarbene Bodenfliesen, auf denen man Staub und Krümmel wunderbar sehen kann. Vor dem Start platzieren wir die Leuchttürme an den Doppel-Tür zwischen Küche und Wohnzimmer sowie in der Tür zwischen Wohnzimmer und Flur. Per Fernbedienung geben wir den Startschuss und schauen gespannt zu. Sonny fährt unter der Couch heraus und macht sich gleich an die Arbeit.

Nach einiger Zeit hören wir, dass sich Sonny offenkundig festgefahren hat: Die Kombination aus Hocker, Couch-Fuss und Lautsprecher erweist sich als knifflig. Immer wieder dreht sich Sonny und stößt nach nur wenigen Zentimetern wieder an. Nach zwei oder drei Minuten hat der Kleine aber einen Ausweg gefunden und fährt weiter. Respekt! (Sollte ein Befreiungsversuch nicht klappen, würde sich Sonny mit einem Hilferuf melden und müsste manuell befreit werden.)

In der Küche entdeckt Sonny eine Stelle, die er als besonders schmutzig einstuft: Eine blaue Lampe geht an und der Staubsauger fährt mehrmals hin und her – bis alles sauber ist. Sehr geschickt werden auch die Küchenschränke gesäubert: Mehrfach fährt Sonny an den Schränken entlang und dreht sich dabei immer wieder zum Schrank, damit seine herausstehende Bürste alles erwischt.

Nach rund 90 Minuten sind alle drei Räume gereinigt. Mit einem Umweg fährt das Gerät in die Dockingstation zurück und legt sich wieder Schlafen. Ein Blick auf die dunklen Fliesen verrät, dass der Kleine auch hier ganze Arbeit geleistet hat.

Fazit

Schon nach dem Wohnzimmer-Test stand fest, dass Sonny nicht wieder ins Amazon-Versandzentrum geschickt wird. Es ist beeindruckend zu sehen, wie gut er eine ansonsten lästige Hausarbeit verrichtet und dann wieder zu seiner Dockingstation zurückkehrt. Wie sagte ein Rezensent bei Amazon: Ein Staubsauger-Roboter ist wie eine Spülmaschine. Das Ergebnis ist nicht so gut wie von Hand gemacht, aber der Komfort macht dies locker wieder weg.

Bleibt die Frage: Was kostet der Spaß eigentlich? Der iRobot 780 kostet bei Amazon aktuell 500 Euro. Sicher kein Pappenstiel, zumal der normale Staubsauger noch immer für Ecken oder die Reinigung von Schränken gebraucht wird. Aber eben ein super praktisches Weihnachtsgeschenk mit hohem „Woman acceptance factor„. :-)

Chaos bei der Telekom II: Warten auf VDSL

„Wenn es erstmal läuft, ist es super“ – hört man von vielen Telekom-Kunden, die das IPTV-Angebot „Entertain“ benutzen. Nun sind wir umgezogen und ein Umzug ist für die Deutsche Telekom offenbar eine echte Herausforderung. Seit Montag leben wir in der neuen Wohnung – Zeit also, für eine Fortsetzung meiner Umzugsgeschichte.

6. September 2012

Wie angekündigt kommt der Telekom-Techniker zwischen 12 und 18 Uhr, um den Anschluss in der neuen Wohnung zu legen. Der sehr motivierte Mitarbeiter erklärt mir gleich, ich hätte so gut wie keine Chance, VDSL zu bekommen, denn die Leitung bis zur Vermittlungsstelle sei drei Kilometer lang. Nachdem er in der Parallelstraße den Anschluss angesteckt hat, revidiert er seine Aussage. Am Abend schließe ich die brandneue Fritzbox 7390 an und kann nach wenigen Minuten wieder surfen – mit 2 Mbit/s. :-(

9. September 2012

Per SMS teilt mir die Telekom mit, der Umzug meines Anschlusses sei nun abgeschlossen. Wirklich? Für mich ist gerade mal der erste Schritt abgeschlossen: Ich kann in der neuen Wohnung telefonieren und surfen – und in der alten nicht mehr. Ich vermisse aber noch schmerzlich VDSL und Entertain. Keine Pause-Taste, um das Live-Fernsehen kurz zu unterbrechen, wenn ein Anruf eingeht. Kein Videorekorder, der per iPhone-App steuerbar ist.

11. September 2012

Am Nachmittag rufe ich bei der Telekom-Hotline an. Auskunft der Dame: Ja, im System sei schon eine Buchung für Entertain und VDSL – allerdings sei „systemtechnisch“ etwas schief gelaufen und deshalb hänge der Auftrag. Obligatorische Rückfrage von mir: Wie lange kann das jetzt dauern? „Oh, schwierig. Tage, aber wir haben schon erlebt, dass es länger dauert. Ich will da ehrlich mit Ihnen sein“. Na, immerhin.

Bis die Telekom ihr systemtechnisches Problem gelöst hat, muss ich leider auf viele Annehmlichkeiten eines schnellen Internet-Zuganges verzichten: Google Hangout macht nicht wirklich Spaß und das Internet-Radio lässt man lieber ausgeschaltet, weil es sonst Bandbreite kosten würde.

15. September 2012

Zwischenzeitlich habe ich @telekom_hilft um Unterstützung gebeten, aber auch von dort nur der Hinweis, die Bestellung sei im Gange – aber das System bocke.

Telekom-hilft antwortet per Twitter

Im Kundencenter ist die Lage unverändert: Von V-DSL keine Spur

16. September 2012

Noch mal bei der Hotline angerufen und endlich eine glaubwürdige Erklärung bekommen: Demnach ist an meinem Standort V-DSL möglich (laut Messung), aber das Vertriebssystem nimmt die Bestellung nicht an, weil der Anschluss dort noch nicht entsprechend hinterlegt ist. Deshalb wurde der Fall intern an die Abteilung weitergeleitet, die die Anschluss-Datenbank pflegt. Antwort kann zwei bis drei Wochen dauern, danach werde die VDSL-Bestellung vom System akzeptiert.

19. September 2012

Anruf von der Twitter-Hotline der Telekom: V-DSL und Entertain sollen nächsten Mittwoch (26. September) geschaltet werden. Allerdings hat die Telekom meinen Wunsch nach einem IP-Telefonanschluss übersehen und ich bekomme im ersten Schritt ISDN. Die Twitter-Hotline will sich darum aber kümmern, sobald der VDSL-Zugang erstmal steht. Dank konkretem Ansprechpartner dort sollte das ja klappen.

Fortsetzung folgt

Chaos bei der Telekom: Neue Wohnung startet mit DSL 2000 RAM statt VDSL50

Seit Jahren nutze ich mit Begeisterung das IPTV-Angebot „Entertain“ der Deutschen Telekom in Verbindung mit einem DSL16.000-Anschluss. Technisch funktioniert das Fernsehen – bis auf wenige Ausnahmen – sehr gut und dank iOS-App kann ich den Videorekorder jederzeit von unterwegs programmieren.

In unserer neuen Wohnung möchte ich aus dem Vollen schöpfen und auf VDSL50 wechseln, um noch schneller surfen zu können. Mit diesem Anliegen ging ich am 16. Juli in den Solinger T-Punkt und bestellte „Entertain Comfort IP“ in Verbindung mit VDSL50 für den 6. September 2012. Eher zum Spaß twittere ich von meinem mutigen Schritt und bekomme eine witzige Antwort von @telekom_hilft:

Kurz nach Auftragserteilung erhielt ich ein Schreiben der Telekom. Man dankte für meinen Auftrag und teilte mit: Zurzeit klären wir, bis zu welchem Termin alle technischen Ressourcen zur Ausführung Ihres Auftrages vorhanden sind. Sobald das Ergebnis feststeht, erhalten Sie weitere Nachricht.

Eine Nachricht, die mich stutzig machte. Hier die Chronologie der noch offenen Geschichte:

4. August 2012

Ich schaue im Online-Kundencenter nach und falle fast vom Stuhl: Mein Umzugsauftrag ist storniert worden. Ich wende mich vertrauensvoll an @telekom_hilft, die in der Vergangenheit schon einmal sehr geholfen hatten.

7. August 2012

Schlechte Nachricht von @telekom_hilft: VDSL sei am neuen Standard (genannt wird aber die alte Anschrift) nicht verfügbar und man könne mir einen DSL2000-RAM-Tarif anbieten. Ich weise per E-Mail darauf hin, dass laut Verfügbarkeitsanzeige VDSL möglich sei und das eine Telekom-Mitarbeiterin den Notruf-Anschluss des Fahrstuhls (clevere Idee, oder?) Anfang Juni durchgemessen hatte. Damals waren genug Ports verfügbar. Zudem sei für mich DSL2000 kein richtiger Internet-Zugang.

10. August 2012

Per Brief (das erste Schreiben seit der merkwürdigen Bestellbestätigung Mitte Juli) teilt die Telekom mit, man werde am 6. September DSL16.000 mit Entertain am alten Wohnort abschalten und zeitgleich DSL2000-RAM am neuen Wohnort einschalten. Ein Techniker werde zwischen 12.30 und 18 Uhr in die neue Wohnung kommen und ich solle sicherstellen, dass dem Telekom-Mitarbeiter geöffnet würde. Ich soll also sechs Stunden in der Wohnung rumsitzen?

In dem Schreiben finde ich kein Wort des Bedauerns, dass mein Wunsch (Entertain Comfort IP mit VDSL50) nicht verfügbar sei. Stattdessen die übliche Freude darüber, dass ich mich für Telekom-Produkte entschieden habe und der Hinweis auf das Rücktrittsrecht innerhalb von 14 Tagen.

Am selben Tag erhalte ich eine E-Mail von @telekom_hilft. Ein Lichtblick: Damit ich am Umzugstermin (6. September 2012) sofort mit Telefon und Internet starten könne, habe man einen DSL 2000 RAM-Tarif mit Call&Surf ISDN bestellt. Im Nachgang soll eine Buchung eines Entertain Comfort Tarifs mit VDSL50 möglich sein. Ferner heißt es: „Hierzu läuft im Hintergrund bereits eine Bereinigungsaktion, die wahrscheinlich über den 6. September hinaus laufen wird.“

Ich antworte sofort auf die E-Mail und frage, wie lange es dauern wird, bis dann VDSL wirklich verfügbar sei und was genau „Bereinigungsaktion“ bedeutet. Sollte das nicht innerhalb von ein oder zwei Wochen erfolgen, würde ich Alternativen prüfen. Ein Ausweg wäre Unitymedia, aber da wollte ich eigentlich nicht hin.

13. August 2012

Wieder ein Scbreiben von der Telekom, diesmal bezüglich meines Telefonbucheintrages. Bei der genauen Lektüre fällt mir auf: Meine alte Anschrift soll demnach im Telefonbuch veröffentlicht werden, nicht die neue Anschrift. :-( Ich warte ab, denn letztlich hat sich @telekom_hilft noch nicht gemeldet.

15. August 2012

Endlich, gute Nachrichten: In einem einseitigen Schreiben teilt mir die Telekom mit, dass Sie für meinen VDSL-Auftrag dankt – aber die Leitung vor der Schaltung durchmessen müsse. Deshalb werde mir übergangsweise ein einfacher Telefon-Internet-Tarif geschaltet. Wörtlich heißt es: „Wir setzen alles daran, Ihnen den Anschluss so schnell wie möglich zur Verfügung zu stellen, damit Sie bald in den Genuss von Entertain mit VDSL kommen.“ und weiter: „Wenn der von Ihnen gewünschte Tarif jedoch nicht bereitgestellt werden kann, können Sie entscheiden, ob Sie weiterhin den Übergangstarif nutzen möchten und diesen dann mit der in den AGB vorgesehenen Mindestvertragslaufzeit beauftragen. Andernfalls können Sie oder wir diesen Tarif mit einer Frist von einem Monat kündigen.“ Pefekt, genau so sollte es sein: Wenn die Telekom VDSL nicht schalten kann, kann ich kündigen und zu Unitymedia wechseln.

Happy End, danke @telekom_hilft!

Unser neues Zuhause: Die Wände stehen, bald kommt das Dach

Ende August soll es soweit sein: Unsere neue Wohnung an der Hackhauser Straße in Solingen ist bezugsfertig. Seit wir im September 2011 den Kaufvertrag unterschrieben haben, wird fleißig geplant: Küche, Fliesen, Lichtschalter, Türen … wollen ausgesucht und bestellt werden. Zwar ist alles im Preis mit drin, aber jeder Handwerker kann eine schönere Variante anbieten. :-) Und seit wenigen Tagen kann man auch den Südbalkon sehen.